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Biontech-Chef Uğur Şahin glaubt an Herdenimmunität im Sommer

In Europa schon "spätestens August"  

Biontech-Chef glaubt an Herdenimmunität im Sommer

28.04.2021, 17:44 Uhr | t-online, BZU, dpa

Biontech-Chef Uğur Şahin glaubt an Herdenimmunität im Sommer. Uğur Şahin: Der Biontech-Chef glaubt an eine Herdenimmunität im Sommer. (Quelle: imago images/photothek)

Uğur Şahin: Der Biontech-Chef glaubt an eine Herdenimmunität im Sommer. (Quelle: photothek/imago images)

Täglich werden europaweit Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Auch das Vakzin von Biontech wird oft verabreicht. Der Chef der Firma macht mit einer Prognose vielen Menschen Hoffnung.

Uğur Şahin, Vorsitzender des Impfstoffentwicklers Biontech, glaubt an eine Herdenimmunität in wenigen Monaten. Bei einer Veranstaltung des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland sagte der 55-Jährige: "Europa wird die Herdenimmunität bis Juli, spätestens August erreicht haben."

Gleichzeitig hob er hervor, dass eine solche Immunität nur dann viel bringen würde, wenn das Virus auch in anderen Regionen unter Kontrolle gebracht würde. 

Was ist Herdenimmunität?

Bei Herdenimmunität wird von dem Zustand gesprochen, dass so ein hoher Anteil der Bevölkerung immun gegen eine Krankheit ist, dass dadurch auch der nicht-immune Teil geschützt ist, da sich die Erreger kaum verbreiten können. Es wird mit einer signifikanten Abnahme der Fallzahlen gerechnet.

Beim genauen Wert für jene Herdenimmunität sind sich die Expertinnen und Experten nicht einig. Einige halten 70 Prozent der Bevölkerung für notwendig. Diesen Wert würde Deutschland tatsächlich laut aktuellen Hochrechnungen im Juli erreichen.

Doch es gibt auch Zweifel an diesem Wert – und somit am von Şahin genannten Zeitraum. Sollten mehr als 70 Prozent für Herdenimmunität nötig sein, ist eher ein Zeitpunkt im Herbst realistisch. Aktuell wurden in Deutschland 24,7 Prozent der Menschen mindestens einmal geimpft. 

Lauterbach: "Die Pandemie wird Einzelne nicht verschonen"

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dämpfte ohnehin die Erwartungen an eine Herdenimmunität. Der "Welt" sagte er: "Angenommen die Herdenimmunität läge bei 70 Prozent. Der Laie denkt dann häufig, wenn sich 70 Prozent impfen lassen, kann sich der Rest nicht mehr infizieren. Das ist aber falsch."

Lauterbach weiter: "Die Pandemie wird Einzelne nicht verschonen, man wird entweder krank oder geimpft." Eine Aufhebung der Maßnahmen sei nur bei einer hohen Durchimpfung der Bevölkerung möglich. "Wenn allen Menschen ein Impfangebot gemacht wurde, heißt das noch nicht, dass die Bars so offen sein können wie vor der Pandemie", meinte er. "Ich rechne damit, dass Menschen Impfpässe oder Antigen-Tests zeigen werden müssen, zumindest in Lokalitäten, wo das Risiko sehr hoch ist."

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