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Stresa/Italien: Ermittler sichten Video von Seilbahnunglück

Plötzlich riss ein Seil  

Ermittler sichten Video von Gondelunglück in Italien

25.05.2021, 12:23 Uhr | dpa

Festnahmen nach Seilbahnunglück in Norditalien

Nach einem Gondelunglück in Norditalien am Pfingstsonntag mit 14 Toten sind Medienberichten zufolge drei Menschen festgenommen worden. Ein Sicherheitsbremssystem soll "manipuliert" worden sein. (Quelle: t-online/Reuters)

Norditalien: Nach einem Gondelunglück am Lago Maggiore mit 14 Toten sind drei Menschen festgenommen worden. (Quelle: t-online)


Zwei Tage nach dem Seilbahnunglück in Norditalien hat die Staatsanwaltschaft das Video des Absturzes gesichtet. Gegen den Betreiber wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Die Untersuchungen zur Ursache des Seilbahnunglücks in Norditalien mit 14 Toten laufen auf Hochtouren. Italienische Medien berichteten am Dienstag, dass die Staatsanwaltschaft unter anderem das Video einer Überwachungskamera gesichtet habe. 

Darauf sei zu sehen, wie sich die Gondel am Sonntag kurz vor der Bergstation am Monte Mottarone befunden habe, als plötzlich ein Seil riss und die Kabine talwärts abstürzte, schrieb unter anderem die Zeitung "Corriere della Sera". Mehrere der 15 Passagiere wurden demnach aus der Gondel geschleudert.

Die Staatsanwaltschaft in Verbania in der Region Piemont ermittelt unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Bei dem Unglück am Monte Mottarone, westlich des Sees Lago Maggiore, soll ersten Erkenntnissen zufolge eine Notbremse aus bislang ungeklärter Ursache nicht funktioniert haben.

Nur ein kleiner Junge überlebte

13 Menschen – mehrere Italiener und eine israelische Familie – starben noch an der Unfallstelle. Zwei schwer verletzte Kinder wurden per Rettungshubschrauber in eine Klinik in Turin geflogen, wobei eines noch am Abend starb. Nur ein kleiner Junge, der bei dem Unglück seine Eltern verlor, überlebte. Lesen Sie hier mehr zu den Opfern des Unglücks. 

An der Seilbahn Funivia Stresa-Mottarone macht das Südtiroler Unternehmen Leitner gemäß eines Wartungsvertrages Kontrollen. Einer Mitteilung der Firma von Montagnacht zufolge sei zuletzt am 3. Mai dieses Jahres die hydraulische Bremsanlage der Fahrzeuge gewartet worden.

Bei der letzten magnetinduktiven Seilprüfung im November 2020 seien "keine Unregelmäßigkeiten" festgestellt worden. Die täglichen und wöchentlichen Kontrollen liegen laut Leitner in der Verantwortung der Betreibergesellschaft Ferrovie del Mottarone.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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