Sie sind hier: Home > Panorama >

Nordrhein-Westfalen: Messerangriff auf Schulhof - Schüler außer Lebensgefahr

Nordrhein-Westfalen  

Messerangriff auf Schulhof - Schüler außer Lebensgefahr

01.06.2021, 14:41 Uhr | dpa

Nordrhein-Westfalen: Messerangriff auf Schulhof - Schüler außer Lebensgefahr. Das Gelände des Schulzentrums in Finnentrop im Kreis Olpe.

Das Gelände des Schulzentrums in Finnentrop im Kreis Olpe. Foto: Markus Klümper/dpa. (Quelle: dpa)

Finnentrop (dpa) - Nach einem Messerangriff auf einem Schulhof im sauerländischen Finnentrop mit drei teilweise schwer Verletzten sind die genauen Hintergründe am Tag nach der Tat noch unklar.

In der Unterrichtspause am Montagmittag war eine Auseinandersetzung mit fünf Beteiligten eskaliert, die schon am Morgen mit zunächst zwei Schülern begonnen hatte. Aus körperlichem Gerangel ist eine Schlägerei geworden, ein Schüler ging zu Boden, dessen Bruder zog ein Messer, wie die Staatsanwaltschaft Siegen, die Mordkommission Hagen und die Polizei im Kreis Olpe nach ersten Ermittlungen mitteilten.

Zwei unmittelbar Beteiligte und ein vermutlicher "Schlichter" seien durch den Messereinsatz verletzt worden. Der Zustand von zwei 16-Jährigen war am Montag zunächst als lebensbedrohlich eingeschätzt worden. Beide wurden operiert. Heute hieß es dann in der gemeinsamen Mitteilung der Ermittler, nach eingehender ärztlicher Bewertung habe zu keiner Zeit Lebensgefahr bestanden. Bei dem Leichtverletzten handele es sich um einen 15-Jährigen.

Polizeibeamte hatten die beiden 17-jährigen Brüder als Tatverdächtige am Tatort vorläufig festgenommen. Sie seien noch am Abend wieder freigelassen worden. "Über die Hintergründe der Streits unter den Schülern der Gesamtschule liegen keine abschließenden Erkenntnisse vor." Weitere Vernehmungen auch von Zeugen standen noch an. In der Gesamtschule standen viele auch am Tag danach unter Schock.

"Dieser Vorfall hat uns alle tief erschüttert und für Verunsicherung gesorgt", schrieb der Schulleiter auf der Homepage. Im Schulbetrieb werde man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern Schülerschaft und Lehrkräften Unterstützung anbieten, um das Erlebte aufzuarbeiten. Neben Schulsozialarbeitern und einem Beratungslehrer sollten heute erauch drei Mitarbeiter des schulpsychologischen Dienstes zu Gesprächen in die Gesamtschule kommen.

Zu den Verletzten schrieb Schulleiter Thorsten Vietor weiter: "Unsere Gedanken sind bei ihnen und ihren Familien." Es habe sich um eine Einzeltat gehandelt, "die nicht vorhersehbar war und die in der noch jungen Geschichte unserer Schule beispiellos ist." An der Schule habe jegliche Form von Gewalt keinen Platz. "Sie ist ein friedlicher Ort des Lernens, ein Ort, an dem sich jeder wohlfühlen kann." Man werde die Ermittlungen nach Kräften unterstützen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: