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Ermittlungsgruppe "Vakzin" ermittelt wegen Kochsalz-Impfungen

Krankenschwester unter Verdacht  

Ermittlungsgruppe "Vakzin" ermittelt wegen Kochsalz-Impfungen

17.08.2021, 18:39 Uhr | dpa

Ermittlungsgruppe "Vakzin" ermittelt wegen Kochsalz-Impfungen. Impfzentrum Landkreis Friesland: Die Krankenschwester gab zunächst an, dass ihr eine Impfstoff-Dosis heruntergefallen sei. (Quelle: dpa/Mohssen Assanimoghaddam)

Impfzentrum Landkreis Friesland: Die Krankenschwester gab zunächst an, dass ihr eine Impfstoff-Dosis heruntergefallen sei. (Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Eine Krankenschwester in Niedersachsen hatte in einem Impfzentrum Kochsalzlösung statt des Corona-Impfstoffes gespritzt. Tausende könnten betroffen sein. Eine Ermittlungsgruppe soll Antworten finden.

Im Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland (Niedersachsen) will die Polizei ihre Ermittlungen vorantreiben und hat dazu eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Gruppe mit dem Titel "Vakzin" umfasse zunächst acht Beamte, wie die Polizeidirektion Oldenburg am Dienstag mitteilte. Darunter sind demnach Ermittlerinnen und Ermittler der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die bereits von Beginn an mit dem Fall beschäftigt sind, ebenso wie Beamte weiterer Fachbereiche, wie etwa dem Staatsschutz und dem Bereich Rohheitsdelikte, zu dem etwa Körperverletzungen zählen.

Die Ermittlungsgruppe Vakzin ist den Angaben zufolge auf eine Entscheidung des Oldenburger Polizeivizepräsidenten Andreas Sagehorn eingerichtet worden und sollte noch am Dienstag die Arbeit aufnehmen. "Durch die in den vergangenen Wochen und Monaten gewonnenen Hinweise und Erkenntnisse haben sich Umfang und Komplexität der Ermittlungen deutlich erhöht", teilte Sagehorn mit. Daher sei es notwendig, die Ermittlungsarbeit breiter aufzustellen.

Zehntausend sollen nachgeimpft werden

Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte.

Vergangene Woche hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffenen als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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