Sie sind hier: Home > Panorama >

Konzert - Melodischer Protest: Danger Dan und Igor Levit bei Forstrock

Konzert  

Melodischer Protest: Danger Dan und Igor Levit bei Forstrock

19.09.2021, 03:03 Uhr | dpa

Konzert - Melodischer Protest: Danger Dan und Igor Levit bei Forstrock. Musiker Danger Dan (r) und Star-Pianist Igor Levit (l) spielen beim Konzert "Jamel rockt den Förster".

Musiker Danger Dan (r) und Star-Pianist Igor Levit (l) spielen beim Konzert "Jamel rockt den Förster". Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa. (Quelle: dpa)

Jamel (dpa) - Am zweiten Festivaltag von Jamel rockt den Förster haben Rapper Danger Dan und Pianist Igor Levit leisere, jedoch nicht minder wirkungsvolle Töne angeschlagen. Für ihn sei sein Engagement gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus Teil seiner Staatsbürgerpflichten, sagte Levit der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn du siehst, mit deinen Augen, oder hörst, dass Unrecht geschieht, dass Menschen angegriffen werden, wegen ihrer Herkunft, ihrer Hauptfarbe, ihrer Religion (...), dann hilf ihnen".

Daniel Pongratz, wie Danger Dan mit bürgerlichem Namen heißt, sieht das genauso: "Mich macht das einfach sauer und ich finde das total anstrengend nicht darauf zu reagieren", bemerkte der Musiker.

Bei im Gegensatz zum Vortag deutlich freundlicherem Wetter mischten sich unter das merklich jüngere Publikum auch einige Familien. Das in diesem Jahr - nach einjähriger Pause - wieder stattfindende Festival in Jamel bei Wismar will ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Wegen der Pandemie sind in diesem Jahr weniger Gäste zugelassen, es gilt zudem die sogenannte 3G-Regel. Besucher müssen also geimpft, genesen oder getestet sein.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig (SPD) stattete dem Festival einen kurzen Besuch ab und dankte in einer kurzen Rede all jenen, die sich im Land für die Demokratie engagieren. Vor 450 Zuschauern spielte zudem die Popband Il Civetto und die Band Bukahara. Die Musiker sorgten auch am zweiten Tag der Veranstaltung für Partystimmung, ohne dass der gute Zweck, für den das Forstrock-Festival steht, je aus dem Fokus geriet.

Von Horst und Birgit Lohmeyer 2007 ins Leben gerufen, um auf die starke Neonazi-Szene im Ort aufmerksam zu machen, hieß das Festival schon große deutsche Bands wie die Ärzte, die Toten Hosen oder die Beatsteaks willkommen. Normalerweise lockt die Veranstaltung rund 1500 Gäste in die kleine Gemeinde in der Nähe von Wismar. Das Line-up war wie immer bis zum letzten Moment geheim.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: