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NRW: Waffenverbot in Düsseldorfer Altstadt? - Wieder eine Bluttat

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Waffenverbot in Düsseldorfer Altstadt? - Wieder eine Bluttat

25.10.2021, 16:33 Uhr | dpa

NRW: Waffenverbot in Düsseldorfer Altstadt? - Wieder eine Bluttat. In der Düsseldorfer Altstadt kommt es immer wieder zu Gewalttaten.

In der Düsseldorfer Altstadt kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Jetzt wird über ein Waffenverbot diskutiert. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Nach der zweiten Bluttat innerhalb weniger Tage mehren sich die Stimmen für ein Waffenverbot in der Düsseldorfer Altstadt. Er befürworte ein solches Verbot, teilte Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler am Montag mit.

Messer und andere Waffen hätten in der Altstadt nichts zu suchen. "Es gibt aus meiner Sicht keine begründbare Situation, in der ich als friedlich feiernder Altstadtbesucher ein Messer benötige", so der Polizeipräsident.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte ein solches Verbot am Wochenende ins Gespräch gebracht. Die Altstadt solle zur Waffenverbotszone erklärt werden, forderte er.

Eine Regelung müsste das Land erlassen und von der Polizei durchgesetzt werden. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich nicht abgeneigt: "Wer feiern will, braucht dazu kein Messer", sagte er der "Rheinischen Post".

Am vergangenen Samstag war ein Jugendlicher aus dem Ruhrgebiet in der Altstadt niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Jugendliche überlebte wohl nur, weil zufällig zwei Ärztinnen vorbeikamen und ihn sofort fachgerecht erstversorgten.

Der Tatort in der Altstadt ist videoüberwacht, die Auswertung läuft. Erst vor einer Woche war es in der Altstadt, die wegen ihrer großen Kneipenzahl den Beinamen "längste Theke der Welt" trägt, zu einem tödlichen Streit gekommen, bei dem ein 19-Jähriger starb.

Die Polizei hatte erst vor wenigen Wochen die Videoüberwachung in der Altstadt ausgeweitet. Die Stadt hatte die Beleuchtung am nahe gelegenen Rheinufer verstärkt, weil es auch dort vermehrt zu Straftaten und Tumulten gekommen war.

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