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Corona-Variante: Weshalb sie Omikron heißt

WHO erklärt Namensgebung  

Deshalb heißt die neue Corona-Variante Omikron

28.11.2021, 18:39 Uhr | dpa

Corona-Variante: Omikron in Deutschland angekommen

Die Corona-Variante Omikron ist nachweislich in Deutschland angekommen. Zwei Reisende aus Südafrika waren über den Flughafen München eingereist und wurden positiv getestet. (Quelle: Reuters)

Über den Flughafen München nach Deutschland: So gelangte die neue Corona-Variante Omikron ins Land. (Quelle: Reuters)


Die neue Corona-Variante Omikron bereitet nicht nur wegen ihrer Ausbreitung, sondern auch wegen des Namens Kopfzerbrechen. Die Wahl hat einen entscheidenden Grund, sagt die Weltgesundheitsorganisation.

Warum heißt die neue Variante Omikron und nicht Ny oder Xi? Diese beiden Buchstaben wären im griechischen Alphabet eigentlich an der Reihe gewesen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entschied allerdings, Xi und Ny zu überspringen und Omikron als Bezeichnung für die Variante B.1.1.529 zu wählen. Die Erklärung: Es gehe darum, Missverständnisse und Stigmatisierungen zu vermeiden.

"Xi wurde nicht verwendet, weil es ein verbreiteter Nachname ist", erklärte die WHO. Virus-Bezeichnungen sollten keine ethnischen oder regionalen Gruppen verletzen, argumentierte die UN-Organisation. Xi ist zwar in China und in Ländern mit Han-chinesischer Bevölkerung gebräuchlich, aber zumindest in China kein sehr häufiger Name. Es gibt aber einen sehr gewichtigen Namensträger: Den chinesischen Staatschef Xi Jinping.

WHO: Ny wäre missverständlich

Ny, das auf Englisch Nu heißt, klinge zu sehr nach "new" (deutsch: "neu") und wäre daher missverständlich gewesen, hieß es dazu von der WHO.

Die UN-Gesundheitsbehörde ist schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, neu auftretende Varianten nach und nach anhand des griechischen Alphabets zu benennen. Damit sollte verhindert werden, dass die Orte, an denen die Mutanten erstmals auftreten, als Bezeichnung verwendet und sprachlich an den Pranger gestellt werden. Die WHO hatte B.1.1.529 am Freitag als "besorgniserregend" eingestuft.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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