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Tausende demonstrieren gegen Corona-Ma├čnahmen

Von dpa
Aktualisiert am 14.12.2021Lesedauer: 4 Min.
Demonstrationen gegen Corona-Einschr├Ąnkungen
Deutschlandweite Proteste: Zum Teil kam es zu Zusammenst├Â├čen und dem Einsatz von Pyrotechnik. Experten warnen vor zunehmender Radikalisierung. (Quelle: Glomex)
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Am Montagabend ist es in vielen St├Ądten erneut zu Protesten gegen die Corona-Regeln gekommen. Zum Teil kam es zu Zusammenst├Â├čen und dem Einsatz von Pyrotechnik. In vielen Orten wird die Zahl der Demonstranten gr├Â├čer.

Tausende haben am Montagabend in deutschen St├Ądten gegen Corona-Ma├čnahmen protestiert. Alleine in Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich rund 7.000 Menschen in mindestens zw├Âlf St├Ądten an teils nicht angemeldeten Veranstaltungen, davon etwa 2.900 in Rostock. Der Protest richtete sich vor allem gegen eine m├Âgliche Impfpflicht, vielerorts wurde aber auch eine Spaltung der Gesellschaft durch die Einschr├Ąnkungen beklagt.

In Th├╝ringen protestierten laut Polizei landesweit rund 6.000 Menschen bei 26 Versammlungen gegen die Corona-Ma├čnahmen. Gr├Â├čtenteils seien es illegale Zusammenk├╝nfte gewesen, sagte ein Sprecher. Dabei seien sieben Beamte verletzt worden, einer davon war demnach nicht mehr dienstf├Ąhig. Am Wochenende war es in Th├╝ringen teils zu gewaltsamen Protesten gekommen. In Greiz etwa wurden 14 Polizisten verletzt.

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In Mannheim zogen trotz eines Verbots nach Sch├Ątzungen der Polizei bis zu 2.000 Menschen gro├čteils ohne Masken und ohne Abstand durch die Stadt. Rund 800 von ihnen schafften es demnach, ins Zentrum vorzudringen. Erst als die Polizei sehr starke Kr├Ąfte zusammengezogen habe, habe sich die Lage allm├Ąhlich beruhigt. Sechs Polizisten seien im Verlauf des Abends verletzt worden.

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Zahl der Demonstranten nimmt zu

Auch in Sachsen-Anhalt wurde gegen die Ma├čnahmen demonstriert. Ein weiterer Schwerpunkt war Halberstadt im Harz. Dort seien es etwa 1.500 Teilnehmer gewesen, so der Sprecher. Insgesamt erwartete das Innenministerium rund 25 Demonstrationen im Land.

In Halle beteiligten sich 750 Personen an den Protesten und damit ebenfalls mehr als in der vergangenen Woche. Auch an den anderen Orten im S├╝den des Landes sei insgesamt ein Zulauf zu den Versammlungen bemerkbar gewesen, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Halle. So nahmen in Naumburg etwa 650 Demonstranten teil, in Querfurt waren es 400. Zun├Ąchst hie├č es auch hier, dass die Proteste gr├Â├čtenteils st├Ârungsfrei verliefen. In Magdeburg versammelten sich etwa 3.500 Menschen, im nordrhein-westf├Ąlischen Gummersbach rund 500.

Viele Proteste in Sachsen

In Sachsen ging die Polizei am Abend in mehreren Orten gegen Proteste vor: In Freiberg kesselte die Polizei rund 100 Menschen in der N├Ąhe eines Supermarktparkplatzes ein, bevor sie die Protestierenden doch weitergehen lie├č ÔÇô denn aufgrund der N├Ąhe zu den Gesch├Ąften sei nicht festzustellen gewesen, wer Teilnehmer oder Kunde der M├Ąrkte war, sagte ein Sprecher der Polizei.

In Bautzen gab es den Angaben zufolge eine angemeldete Veranstaltung mit zehn Teilnehmern. Ringsherum h├Ątte es Menschenansammlungen gegeben, die von der Polizei jedoch aufgefordert wurden, zu gehen. Gr├Â├čere Aufz├╝ge konnten nach Angaben der Polizei verhindert werden. Nach Ende der Veranstaltung sei es in der N├Ąhe zu einer Situation gekommen, wo sich Hunderte Menschen um einen Musiker versammelten und gemeinsam Weihnachtslieder sangen. Die Situation konnte den Angaben zufolge aufgel├Âst werden. Unterm Strich seien die Proteste friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher. In einem Fall habe es einen Angriff auf einen Polizeibeamten gegeben. Verletzt wurde nach Angaben des Sprechers niemand.

In Dresden stellte die Polizei in der Innenstadt rund 100 Personen fest. Bei einem Dutzend konnten die Identit├Ąten gekl├Ąrt werden. Es sollen Ordnungswidrigkeitsverfahren er├Âffnet werden. Zudem kam es vor einem Krankenhaus in Dresden-Friedrichstadt zu einer Versammlung von 100 Personen, die sich, nachdem sie dazu aufgefordert wurden, entfernten.

Protest in Brandenburg ohne Zwischenf├Ąlle

Mehrere Hundert Menschen haben in K├Ânigs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) am Montagabend gegen Corona-Ma├čnahmen demonstriert. Sie liefen mit Transparenten durch die Stra├čen der s├╝d├Âstlich von Berlin liegenden Stadt und protestierten gegen staatliche Ma├čnahmen. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 850 Menschen an dem knapp zweist├╝ndigen Protestzug, der mit einer Kundgebung endete. Es sei zu keinen St├Ârungen gekommen, so ein Polizeisprecher.

K├Ânigs Wusterhausen hatte zuletzt bundesweit f├╝r Schlagzeilen gesorgt, nachdem die Polizei im Ortsteil Senzig am 4. Dezember in einem Einfamilienhaus eine get├Âtete Familie entdeckt hatte. Nach bisherigen Ermittlungen soll der 40 Jahre alte Vater erst die Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren, dann seine gleichaltrige Frau und anschlie├čend sich selbst mit einer Schusswaffe get├Âtet haben. In einem Abschiedsbrief soll der Vater seine Sorge vor einer Verhaftung mitgeteilt haben, weil er das Impfzertifikat seiner Frau habe f├Ąlschen lassen.

Unangemeldeter Protest in Niederbayern

Bei einer unangemeldeten Versammlung haben am Montagabend in Straubing 600 Impfgegner protestiert. Gegen den Versammlungsleiter sei eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erstellt worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Abend. Die Menschen fanden sich am fr├╝hen Abend vor dem Rathaus der Stadt ein. Anschlie├čend sei der Protest mehrmals um den Stadtplatz gezogen. Gegen 19.30 Uhr l├Âste sich die nach Angaben der Polizei friedlich verlaufene Versammlung auf.

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Teils werden Proteste von Gegnern staatlicher Ma├čnahmen zur Corona-Bek├Ąmpfung angemeldet und Auflagen eingehalten. Teils werden Verbote und Regeln aber auch gezielt missachtet. Politiker, Polizei und Verfassungssch├╝tzer hatten sich zuletzt besorgt gezeigt ├╝ber eine Radikalisierung insbesondere unter ohnehin schon extremistischen Protestierenden. Nach Einsch├Ątzung von Experten mischen bei den Protesten rechtsextreme Gruppen mit, die seit Jahren auch gegen Migration und staatliche Strukturen mobilisieren. Bei solchen Protesten waren in den vergangenen Wochen wiederholt auch Journalisten beschimpft und attackiert worden.

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