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Bärbel Bas macht einen Fehler – das TikTok-Video ist es nicht

  • Josephin Hartwig
Von Josephin Hartwig

23.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Bärbel Bas mit Maske im Bundestag: Die SPD-Politikerin ist seit Oktober Präsidentin des Bundestags.
Bärbel Bas mit Maske im Bundestag: Die SPD-Politikerin ist seit Oktober Präsidentin des Bundestags. (Quelle: Political-Moments/imago-images-bilder)
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Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hat mit einem Video bei TikTok von vielen Seiten Zorn auf sich gezogen. Und sogleich wurde ihr die Kompetenz für ihr Amt abgesprochen. Das ist falsch.

Bärbel Bas (SPD) hat mit einem TikTok-Video die Twittergemeinde erzürnt. Während ihrer Corona-Quarantäne hat sich die Präsidentin des Bundestags einen kleinen Scherz erlaubt und ein Video für die Plattform gedreht. Darin singt sie zu einem Lied von Rolf Zuckowski: "Ich komm bestimmt, ich komm bestimmt, auch wieder auf die Beine."

Eigentlich nicht der Rede wert. Doch auf Twitter hagelt es nun Negativkommentare, die Bas ihre Kompetenz als Bundestagspräsidentin absprechen und das Video sogar als "unwürdig" bezeichnen. Ach so! Ich wusste gar nicht, dass Bärbel Bas ein seelenloser Roboter ist, der auf gar keinen Fall eine menschliche Regung zeigen und nur im roten Blazer ernst genommen werden darf. Mein Fehler!

Die SPD-Politikerin überwindet derzeit eine Corona-Infektion, ist vermutlich alleine zu Hause (denn: sie ist verwitwet und hat keine Kinder) und hat sich mit diesem Video einen kleinen Spaß erlaubt. Seit wann muss denn immer alles so bierernst sein? Darf sich eine 53-Jährige nicht hinstellen und ein kleines Lied von Rolf Zuckowski trällern? Ja, das darf sie. Es handelt sich hier zwar um die Bundestagspräsidentin, aber sie ist doch auch immer noch ein Mensch, der auch privat sein darf. Dieses Video wurde nicht über einen offiziellen Account der Bundestagspräsidentin hochgeladen, sondern eben über ihren persönlichen TikTok-Account. Diesen Aspekt darf man nicht außer Acht lassen.

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Und was man keinesfalls vergessen darf: Bärbel Bas macht bislang als neue Präsidentin des Bundestags einen guten Job. Sie bezieht Stellung, wenn es nötig ist, moderiert souverän Debatten, setzt gute Schwerpunkte. Deshalb sollte ein siebensekündiges Video nicht schwerer wiegen als die Arbeit, die sie bislang geleistet hat.

Der einzige Kritikpunkt, den man unter Umständen gelten lassen könnte: Ausführung und Songauswahl des Videos sind verbesserungswürdig – ich hätte mich womöglich auch eher für "Right here, right now" von Fatboy Slim statt für Rolf Zuckowski entschieden, aber wen interessiert's? Vielleicht wollte sich Bas etwas persönlicher zeigen als stets im politischen Umfeld. Vielleicht dachte sie auch, Nutzer fänden es tatsächlich witzig und könnten einen Moment darüber schmunzeln. Ist das so verwerflich?

Bärbel Bas hat das Video und ihren Account inzwischen wieder gelöscht und erklärt: "Ich bedaure, dass ich mich in dieser Zeit und in dieser Form aus der Quarantäne heraus so geäußert habe." Schade eigentlich. Denn damit hat sie auch eingestanden, einen Fehler begangen zu haben, der keiner ist. Es wäre so toll gewesen, wenn sie einfach dazu gestanden und darüber – natürlich! – gelacht hätte.

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