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Köthen: Angeklagte wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt

Prozess um Köthen-Fall  

Angreifer wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt

17.05.2019, 14:10 Uhr | dpa

Köthen: Angeklagte wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Kerzen am Ort der Auseinandersetzung: Der Fall ereignete sich an einem Spielplatz. (Quelle: dpa/Archivbild)

Kerzen am Ort der Auseinandersetzung: Der Fall ereignete sich an einem Spielplatz. (Quelle: Archivbild/dpa)

Er wollte einen nächtlichen Streit schlichten, wurde körperlich angegriffen und starb dabei an einem Herzinfarkt. Jetzt sind die beiden Angreifer verurteilt worden. Der Fall hatte zu tagelangen Demonstrationen geführt.

Rund acht Monate nach dem Tod eines herzkranken 22-Jährigen bei einem Streit in Köthen hat das Landgericht Dessau-Roßlau die beiden Angeklagten verurteilt. Sie seien der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Das Gericht verhängte gegen den 17 Jahre alten Angeklagten am Freitag eine Strafe von einem Jahr und fünf Monaten. Der 19-jährige Angeklagte wurde zusätzlich wegen zwei weiterer Taten zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt.

Der Tod sei kein bloßer Unfall gewesen, sondern sei durch die Körperverletzung der Angeklagten fahrlässig verursacht worden, begründete die Vorsitzende Richterin Uda Schmidt das Urteil. Der Fall hatte rechtsgerichtete Demonstrationen und Gegenproteste ausgelöst.

Einer der Angeklagten sitzt im Dessauer Landgericht auf der Anklagebank: Der Tod sei kein bloßer Unfall gewesen, begründete die Vorsitzende Richterin Uda Schmidt das Urteil. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)Einer der Angeklagten sitzt im Dessauer Landgericht auf der Anklagebank: Der Tod sei kein bloßer Unfall gewesen, begründete die Vorsitzende Richterin Uda Schmidt das Urteil. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa)

Der schwer herzkranke Mann war am 8. September 2018 bei einem nächtlichen Streit auf einem Spielplatz gestorben. Laut Rechtsmedizin erlag er einem Herzinfarkt.
 

 
Seine Familie reagierte aggressiv auf die Verkündung des Strafmaßes für die beiden Angeklagten. Ein Bruder des Toten warf einen Tisch um, eine Schwester schrie. Die Justizbeamten mussten eingreifen und die Angeklagten wurden kurzzeitig aus dem Raum geführt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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