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7,2 auf der Richterskala: Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

7,2 auf der Richterskala  

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

17.02.2018, 09:48 Uhr | AP , dpa

7,2 auf der Richterskala: Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko. Menschen auf der Straße in Mexiko-Stadt: Es war das zweite schwere Erdbeben in der Region innerhalb eines halben Jahres. (Quelle: Reuters/Edgard Garrido)

Menschen auf der Straße in Mexiko-Stadt: Es war das zweite schwere Erdbeben in der Region innerhalb eines halben Jahres. (Quelle: Edgard Garrido/Reuters)

Es ist das zweite schlimme Erdbeben in der Region binnen weniger Monate. Für die Menschen vor Ort wurden Notunterkünfte eingerichtet.

Das starke Beben trifft den südlichen Staat Oaxaca, die Erdstöße sind bis in die mexikanische Hauptstadt zu spüren. Dort müssen die Einwohner noch ein Erdbeben im September mit mehr als 200 Toten verarbeiten.

Rund fünf Monate nach einem verheerenden Erdbeben in Mexiko hat dort erneut die Erde gewackelt. Ein Erdbeben erschütterte am Freitag (Ortszeit) den Süden und das Zentrum des Landes. Die Erschütterungen waren bis in die Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren. Die US-Erdbebenwarte gab die vorläufige Stärke des Bebens mit 7,2 an. 

150 Nachbeben registriert

Nahe dem Zentrum in Oaxaca wurden einige Schäden an Gebäuden gemeldet. "Alle Leute sind auf die Straße gerannt. Es gab Alarm, Panik, Angst", sagte Roxana Hernández in der Stadt Juchitán. Einige Krankenhäuser wurden evakuiert. Die Marine flog Aufklärungsflüge und suchte aus der Luft nach Schäden.

Auch in der rund 500 Kilometer entfernten Hauptstadt war das über eine Minute dauernde Erdbeben noch deutlich zu spüren. Viele Menschen rannten in Panik auf die Straße, als die Sirene des Warnsystems ertönte. "Wir haben uns sehr erschreckt und haben das Gebäude verlassen", sagte eine junge Frau auf der Geschäftsstraße Paseo de la Reforma im Zentrum der Stadt. "Ich will mit meinem Vater sprechen. Ich will wissen, ob es allen gut geht." Hubschrauber kreisten über der Millionenmetropole, um mögliche Schäden zu orten. In den Stunden nach dem Erdstoß wurden 150 Nachbeben registriert.

Das Epizentrum lag rund 53 Kilometer von der Stadt Pinotepa Nacional im Staat Oaxaca entfernt in einer ländlichen Gegend in der Nähe des Staats Guerrero und der Pazifikküste. Nach Angaben der Erdbebenwarte ereignete sich das Beben in einer Tiefe von 24 Kilometern. Die Regierung des Staates teilte auf Twitter mit, dass lediglich materielle Schäden in der Nähe von Pinotepa und Santiago Jamiltepec gemeldet worden seien. Jedoch seien die Notunterkünfte für Menschen geöffnet, die ihre beschädigten Häuser verlassen wollten. Die Zivilschutzbehörde von Oaxaca teilte auf Twitter mit, dass die Küste überwacht werde.

Beim letzten Beben stürzte eine Schule zusammen

Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Fuente, teilte auf Twitter mit, dass keine Berichte über Schäden gebe. Das Rote Kreuz berichtete, eine Fassade eines Hauses im Stadtteil Condesa sei zusammengefallen. Ein Nachbeben der Stärke 5,8 rüttelte Mexiko-Stadt ein weiteres Mal durch. Der Gouverneur von Oaxaca, Alejandro Murat, schrieb auf Twitter, dass die Auswirkungen des Bebens noch überprüft wurden, es aber zunächst keine Toten gebe.

In der mexikanischen Hauptstadt versammelten sich Menschen auf den Straßen. Bei einem starken Beben im September waren in Mexiko-Stadt und der Region fast 400 Menschen ums Leben gekommen. Besonders tragisch war bei dem Beben der Stärke 7,1 der Einsturz eines Schulgebäudes. 26 Menschen, 19 davon Kinder, starben als das Gebäude zusammenbrach.

"Es war schrecklich", sagte Mercedes Rojas Huerte, die auf einer Bank vor ihrem Haus im Stadtteil Condesa in Mexiko-Stadt saß. Sie sei noch zu ängstlich, in das Gebäude zurückzukehren, so die 57-Jährige. 

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • ap

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