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Waldbrände in Russland erreichen Grenze zu Finnland

Notstand in vielen Regionen  

Waldbrände in Russland erreichen Grenze zu Finnland

21.07.2021, 15:10 Uhr | dpa

Waldbrände in Russland erreichen Grenze zu Finnland. Waldarbeiter in der Region Jakutien im Osten Russlands: Dort brennen Wälder auf einer Fläche doppelt so groß wie Schleswig-Holstein.  (Quelle: dpa/Alexey Vasilyev)

Waldarbeiter in der Region Jakutien im Osten Russlands: Dort brennen Wälder auf einer Fläche doppelt so groß wie Schleswig-Holstein. (Quelle: Alexey Vasilyev/dpa)

Im Osten Russlands wüten schon seit Wochen Waldbrände, inzwischen auf einer Fläche halb so groß wie Schleswig-Holstein. Jetzt gilt auch in der Grenzregion zu Finnland der Notstand.

Wegen schwerer Waldbrände in Russland haben die Behörden nun auch für Gegenden im Norden des Landes an der Grenze zu Finnland den Notstand verhängt. Dies gelte mindestens in den nächsten zwei Wochen für die gesamte Republik Karelien, sagte der regionale Zivilschutzminister Andrej Karpilowitsch.

Den Bewohnern sei es verboten, die Wälder zu betreten. In Karelien wüten den Behörden zufolge aktuell 33 Waldbrände auf einer Fläche von etwa 7.200 Hektar – die Fläche von mehr als 10.000 Fußballfeldern. In Russland gilt mittlerweile wegen schwerer Brände in zehn Regionen der Notstand. 

Im Osten Russlands wüten die Waldbrände am schlimmsten

Am schwersten betroffen ist die sibirische Region Jakutien (Republik Sacha) im Osten des Landes. Medienbilder zeigen seit Tagen, wie Einsatzkräfte in Wäldern gegen Flammen kämpfen. Viele Dörfer und die Hauptstadt Jakutsk stehen im dichten Rauch. Nach Daten der Forstschutzbehörde vom Mittwoch weiteten sich dort die Brände einmal mehr aus. Gelöscht werde derzeit eine von Feuern bedeckte Fläche von 745.000 Hektar – mehr als noch am Vortag. Das entspricht etwa der Hälfte der Fläche Schleswig-Holsteins. Ebenso groß seien in Jakutien die Brandgebiete, in denen derzeit keine Feuerwehrleute löschen.  

Weil zunächst keine Niederschläge in Sicht sind, hat ein Flugzeug vom Typ Antonow An-26 nach Behördenangaben Wolken beschossen, um sie abzuregnen. Nach dem Beschuss mit speziellen Patronen wird demnach Silberjodid freigesetzt, das in den Wolken zu einer chemischen Reaktion führt und so eine Regenfront erzeugt. Auf Löscharbeiten wird etwa bei Feuern in abgelegenen Gegenden verzichtet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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