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Göttingen: Baby stirbt an Verletzungen – Eltern unter Verdacht

Tragödie in Göttingen  

Eltern unter Verdacht: Baby stirbt nach Gewalttaten

03.05.2018, 11:34 Uhr | dpa

Göttingen: Baby stirbt an Verletzungen – Eltern unter Verdacht. Das Hauptgebäude der Staatsanwaltschaft Göttingen (Niedersachsen): In Göttingen ist ein Baby durch Gewaltanwendung gestorben, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Eltern. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

Das Hauptgebäude der Staatsanwaltschaft Göttingen (Niedersachsen): In Göttingen ist ein Baby durch Gewaltanwendung gestorben, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Eltern. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Den Ärzten war sofort klar, dass das kein Unfall war: In Göttingen ist ein sechs Monate alter Junge an den Folgen wiederholter schwerer Gewalttaten gestorben.

"Wir ermitteln wegen Körperverletzung mit Todesfolge", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Frank-Michael Laue. Einzige Tatverdächtige seien derzeit die Eltern des Kindes. Die 22 Jahre alte Mutter und der 30-jährige Vater hätten bisher keinerlei Aussagen gemacht.

Die Eltern befänden sich auf freiem Fuß, weil nicht klar sei, wer von ihnen die Taten begangen haben könnte, sagte der Oberstaatsanwalt. Der kleine Junge war bereits im Januar dieses Jahres im Krankenhaus gestorben. Die Behörden hatten über den Fall bisher nicht berichtet.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren die Eltern Anfang Januar mit dem Jungen in einem Göttinger Krankenhaus erschienen und hatten angegeben, das Kind leide unter Luftnot. "Dann hat man dort aber die erheblichen Verletzungen festgestellt", sagte Oberstaatsanwalt Laue.

Ein ermittelnder Kriminalbeamter habe gesagt, solche Brüche habe er bei einem kleinen Kind noch nicht gesehen. Für die Ärzte sei schnell klar gewesen, dass die Verletzungen nicht von einem Sturz herrühren konnten, sondern dass körperliche Gewalt ausgeübt worden sei.

Der Junge verstarb bereits im Januar

Helfen konnten die Mediziner dem kleinen Jungen nicht mehr. Er starb am 12. Januar. Die Obduktion habe ergeben, dass der Säugling verschiedene Knochenbrüche erlitten habe, die auf mehrfache Gewaltanwendung zurückzuführen seien.

"Es steht zwar fest, dass das Kind gewaltsam zu Tode gekommen ist", sagte der Oberstaatsanwalt. Bisher wisse man aber nicht, was genau passiert sei. Mehr Klarheit erhoffe sich die Staatsanwaltschaft durch ein rechtsmedizinisches Gutachten.

Dass trotz der Schwere der Vorwürfe weder der Vater noch die Mutter des toten Kindes in Untersuchungshaft sitzen, erklärte der Oberstaatsanwalt mit dem einem Dilemma, vor dem die Ermittler stünden: Da die Unschuldsvermutung gelte, müsse man jeweils zugunsten eines Elternteils annehmen, das der andere die Taten begangen haben könnte.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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