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Journalist angegriffen: Opfer in Naumburg zweifelt an politischem Motiv


Opfer in Naumburg schließt politisches Motiv aus

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

02.10.2018Lesedauer: 2 Min.
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Naumburg: Aus einer Gruppe Jugendlicher, die auch den Hitlergruß gezeigt haben soll, wurde in Naumburg Klaus-Peter Krümmling auf einem Parkplatz in den Bauch gestochen.
Naumburg: Aus einer Gruppe Jugendlicher, die auch den Hitlergruß gezeigt haben soll, wurde in Naumburg Klaus-Peter Krümmling auf einem Parkplatz in den Bauch gestochen. (Quelle: imago-images-bilder)
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Diese Nachricht zog schnell Kreise: Ein Journalist ist in Sachsen-Anhalt von mutmaßlich rechtsextremen Jugendlichen mit einem Messer angegriffen worden. Der Betroffene wundert sich.

Deutschlandweit haben am Dienstag Medien einen kleinen Artikel im "Naumburger Tageblatt" über einen "Messerangriff" auf einen Journalisten aufgegriffen. Der stellt den Fall gegenüber t-online.de aber anders dar. Er glaubt nicht, dass die Attacke etwas mit seiner journalistischen Tätigkeit zu tun habe.


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Aus einer Gruppe Jugendlicher wurde dem 59-jährigen Klaus-Peter Krümmling am Freitagabend auf einem Parkplatz in den Bauch gestochen. Er war den jungen Männern nachgelaufen, weil aus dem Trio heraus in Richtung seines Wagens gespuckt und der Stinkefinger gezeigt worden war. Den Stich hatte er nach seinen eigenen Worten zunächst gar nicht realisiert, sondern nur einen Schlag wahrgenommen. Dann registrierte er das Blut.

Sechs Zentimeter tief ist die Verletzung nach seinen Worten, Organe sind nicht getroffen. "Es hat wohl nicht viel gefehlt", berichtete er dem "Naumburger Tageblatt" aus dem Krankenhaus. Das hatte er am Dienstag noch nicht verlassen können.

Bei der Attacke hat einer der jungen Männer einen Hitlergruß gezeigt, meldete die Polizei. Bei den Tätern soll es sich um Deutsche handeln.

Krümmling geht nicht von einem gezielten Angriff auf ihn wegen seiner Tätigkeit für das "Naumburger Tageblatt" aus. "Ich bin der Meinung, dass die besagten 'Bürger' einfach nur 'auf Krawall getrimmt' waren", antwortete er t-online.de auf eine Anfrage. "Einen anderen Zusammenhang schließe ich eigentlich aus." Auf Nachfrage schrieb er: "Eine politisch motivierte Tat halte ich für völlig abwegig, ich bin politisch absolut inaktiv."

Gar kein Messer benutzt?

Krümmling ist im Fußballkreis Burgenland Staffelleiter für die D-Jugend, wird schon mal "Statistik-Gott" genannt und versorgt die Redaktion des "Naumburger Tageblatts" mit Berichten zum örtlichen Fußball. Damit ist es wenig wahrscheinlich, dass er Zielscheibe eines politisch motivierten Angriffs geworden ist. Freischreiber, Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, hatten sich "fassungslos" gezeigt, "dass in diesem Land ein freier Journalist mit dem Messer schwer verletzt wird."

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In Teilen der Öffentlichkeit wurde der Vorfall schon als Beleg dafür gesehen, dass die aggressive "Lügenpresse"-Rhetorik aus der AfD und deren Unterstützerumfeld zu Gewalt führt.

Krümmling geht nicht davon aus, dass bei dem Angriff ein Messer benutzt wurde. "Das habe ich übrigens weder der Polizei noch dem 'Naumburger Tageblatt' erklärt." Es sei ja sehr schnell gegangen. Aus der kurzen Zeitspanne heraus, in der ich das Teil wahrgenommen habe, würde ich das Teil als 'Stichel' oder 'spitz geschliffenen Schraubenzieher' bezeichnen."

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • "Naumburger Tageblatt": Jugendliche attackieren Naumburger: Messerstich in den Bauch und Hitlergruß
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