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Polizei stellt Rekordmenge an Fentanyl sicher

Von afp
Aktualisiert am 12.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Das Schmerzmittel Fentanyl wirkt etwa fünfzigmal stärker als Heroin (Archivbild).
Das Schmerzmittel Fentanyl wirkt etwa fünfzigmal stärker als Heroin (Archivbild). (Quelle: Franziska Kraufmann/dpa-bilder)
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Das Narkose-Mittel wirkt etwa fünfzig Mal so stark wie Heroin – und kann tödlich sein. Immer häufiger wird es als Droge missbraucht. Bei einer Razzia in Einhoven hat die Polizei nun mehr als ein Kilo Fentanyl entdeckt.

In den Niederlanden hat die Polizei eine Rekordmenge des Narkose-Mittels Fentanyl sichergestellt. Bei einer Razzia in Eindhoven Anfang Februar hätten die Einsatzkräfte mehr als ein Kilo des immer häufiger als Droge missbrauchten Opioids gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Es handele sich den Erkenntnissen zufolge um die größte Menge "der extrem gefährlichen Substanz", die je in den Niederlanden beschlagnahmt worden sei.

Den Angaben zufolge fanden die Polizisten die Substanz in einer Plastiktüte im Gartenschuppen eines 42-Jährigen. Sie seien zunächst von einem Kokainfund ausgegangen. Forensiker hätten dann aber festgestellt, dass es sich bei der Substanz um Fentanyl handelt – einem Schmerzmittel, das etwa fünfzig Mal so stark wie Heroin wirkt.

Waffen, Schmuck, Bargeld sichergestellt

Überdies seien bei der Razzia verbotene Waffen und Munition sowie teure Uhren und große Summen Bargeld sichergestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 42-jährige Besitzer des Gartenschuppens sei festgenommen worden und bleibe für mindestens 14 Tage in Gewahrsam.

Schon zwei Milligramm Fentanyl können tödlich sein. Allein im Jahr 2018 starben in den USA nach Regierungsangaben 32.000 Süchtige an Fentanyl und ähnlichen synthetischen Opioiden. Von einer Opioid-Krise wie in den Vereinigten Staaten ist Europa zwar weit entfernt, allerdings beschlagnahmt die Polizei auch hier immer häufiger illegale Narkose-Mittel. 2017 waren es nach Angaben der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) europaweit 15 Kilogramm – 14 Kilogramm mehr als im Jahr zuvor.

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