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Illegaler Arzneimittelhandel: Zwei Männer in München wegen Medikamentenhandel festgesetzt

Hunderttausende Pillen  

Zwei Männer wegen Medikamentenhandels festgesetzt

26.10.2020, 13:36 Uhr | Michael Donhauser, dpa

Illegaler Arzneimittelhandel: Zwei Männer in München wegen Medikamentenhandel festgesetzt. Arzneimittel: Die Ermittlungen liefen bereits seit zwei Jahren (Symbolbild). (Quelle: imago images/Pixsell)

Arzneimittel: Die Ermittlungen liefen bereits seit zwei Jahren (Symbolbild). (Quelle: Pixsell/imago images)

Fünf Jahre lang hatten Ermittler tausende von Medikamenten-Sendungen beschlagnahmt. Nun wurden die zwei mutmaßlichen Dealer gefasst – wegen illegalen Arzneimittelhandels im großen Stil.

Ermittlern ist ein Schlag gegen den international organisierten, illegalen Handel mit Arzneimitteln gelungen. Zwei Jahre dauerten die Ermittlungen, nun seien in München zwei Verdächtige im Alter von 35 und 38 Jahren festgenommen worden, teilte die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime am Montag mit. Der Zugriff gilt als einer der größten Schläge gegen den illegalen internationalen Arzneimittelhandel seit längerer Zeit.

Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die beiden verschreibungspflichtige und teils in Deutschland nicht zugelassene Medikamente containerweise in Asien beschafft und über ein Drehkreuz in Singapur weltweit versandt haben. Die Männer seien bereits am 13. Oktober in München festgenommen worden. Sie säßen inzwischen in Untersuchungshaft. Bei fünf Durchsuchungen seien hohe Vermögenswerte und umfangreiches Datenmaterial sichergestellt worden.

Tausende Päckchen und Briefe beschlagnahmt 

Allein Vermögensteile im Wert von 1,5 Millionen Euro seien eingefroren worden. Zollfahnder hätten zudem unter anderem hochwertige Sportwagen, teure Uhren und Geld in Kryptowährungen im Wert von 600.000 Euro gefunden, teilte die Zentralstelle weiter mit.

In den vergangenen fünf Jahren hatte der Zoll allein am Frankfurter Flughafen 6.000 Briefe und Päckchen sichergestellt, die an in Deutschland ansässige Abnehmer des illegalen Netzwerkes adressiert waren. Zudem hatte der Zoll in Frankfurt weitere 1.700 Postsendung mit mehr als 100.000 Tabletten und Pillen sichergestellt. Die Ermittlungen unter dem Decknamen "Hydro" seien in Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden, vor allem in Spanien und den USA, geführt worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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