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Neuseeland: Verirrtes Wanderer-Paar nach 19 Tage aus Wildnis gerettet

"13 Tage ohne Essen"  

Verirrtes Wanderer-Paar aus Wildnis gerettet

28.05.2020, 18:24 Uhr | AFP

Neuseeland: Verirrtes Wanderer-Paar nach 19 Tage aus Wildnis gerettet. Rettungshelfer im Kahurangi-Nationalpark: Eine Suchaktion mit Hubschrauber nach einem vermissten Wanderer-Paar hatte nun Erfolg. (Quelle: AP/dpa/Cpl Naomi James/New Zealand Defence Force)

Rettungshelfer im Kahurangi-Nationalpark: Eine Suchaktion mit Hubschrauber nach einem vermissten Wanderer-Paar hatte nun Erfolg. (Quelle: Cpl Naomi James/New Zealand Defence Force/AP/dpa)

Vor drei Wochen verlor sich die Spur von Dion Reynolds und Jessica O'Connor. Das Wanderer-Pärchen hatte auf einem Trip durch die Wildnis Neuseelands die Orientierung verloren. Nun gab es ein Happy End.

Nach 19 Tagen mutterseelenallein in einem neuseeländischen Nationalpark sind zwei junge Wanderer gerettet worden. Dion Reynolds und Jessica O'Connor wurden am Mittwoch von einem Militärhubschrauber aus ihrer Notlage im Kahurangi-Nationalpark befreit. Der Nationalpark auf Neuseelands Südinsel ist durch die "Herr der Ringe"-Filme bekannten.

Reynolds und O'Connor waren am 8. Mai zu einem Camping-Trip aufgebrochen, der eigentlich nur fünf Tage dauern sollte. Im dichten Nebel verloren sie allerdings die Orientierung und verirrten sich. Für sie wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet.

Wasser aus Pfützen, fast kein Essen

Um am Leben zu bleiben, hatten die beiden 23-Jährigen aus Pfützen trinken und zwei Wochen lang hungern müssen. Sie überstanden die Zeit in der Wildnis mit leichteren Verletzungen, die sie sich auf der verzweifelten Suche nach Trinkwasser zugezogen hatten: Reynolds knickte mit dem Fußgelenk um, O'Connor erlitt eine Prellung am Rücken.

Reynolds schilderte dem Sender Radio New Zealand die gefährliche Situation. Der Nebel habe drei Tage angedauert: "Wir waren zu diesem Zeitpunkt sehr verloren." Um nicht zu verdursten hätten er und seine Begleiterin in dieser Zeit Wasser aus einer Pfütze geschöpft und abgekocht.

"Es waren 13 Tage ohne Essen", sagte Reynolds in dem Interview. Nachdem sich der Nebel gelichtet habe, hätten O'Connor und er zum Glück aber festgestellt, dass es in der Nähe einen sauberen Wasserlauf gab – "das hat uns am Leben gehalten".

Sie machten sich gegenseitig Mut

Einmal flog ein Hubschrauber über die beiden Wanderer hinweg, der Pilot sah sie aber nicht. Eine Woche später hatten sie aber Glück und wurden von einer Hubschrauberbesatzung entdeckt. Ohnehin hätten sie immer versucht, positiv zu denken und die Hoffnung nicht aufzugeben, sagten sie.

"Wenn Jess und ich morgens aufwachten, sagten wir uns, wenn die Rettung heute nicht kommt, dann morgen", berichtete Reynolds. Als der Hubschrauber sie dann aus dem Nationalpark geflogen habe, sei er belohnt worden mit dem "besten Schokoriegel meines Lebens".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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