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Auschwitz: Schüler zeigen Hitlergruß auf Klassenfahrt


Klassenfahrt nach Auschwitz
Video in den sozialen Medien – Schüler zeigen Hitlergruß

Von t-online
Aktualisiert am 23.06.2024Lesedauer: 2 Min.
AuschwitzVergrößern des BildesDas frühere Nazi-Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Archivbild): Schüler zeigen Hitler-Grüße auf einer Klassenfahrt. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa)
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Schüler aus Laatzen haben während einer Studienfahrt nach Auschwitz ein Video mit Hitlergrüßen gepostet. Die Schule reagiert mit strengen Ordnungsmaßnahmen.

Während einer Seminarfahrt der Albert-Einstein-Schule in Laatzen haben Schüler alkoholisiert ein Video mit Hitler-Grüßen aufgenommen und auf einer Social-Media-Plattform geteilt. Diese Erkenntnisse wurden von der Schule bestätigt. Nach Angaben des Schulleiters haben sich die Jugendlichen aufrichtig entschuldigt. Zuerst berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung".

Es sollte eine lehrreiche Fahrt sein, die den Schülern Einblicke in das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte bieten sollte. 13 Teilnehmer eines Kurses reisten Mitte Mai mit ihren Lehrern nach Krakau, um die jüdische Geschichte der Stadt zu erkunden. Für den nächsten Tag war ein Besuch des etwa eine Stunde entfernten Vernichtungslagers Auschwitz geplant, wo während der NS-Zeit 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden.

Ordnungsmaßnahmen für Schüler

Am Vorabend der Fahrt zur Gedenkstätte kam es im Zimmer von fünf Jugendlichen zu dem Vorfall. Die Schüler sahen YouTube-Videos, darunter eine Rede Adolf Hitlers, und mimten alkoholisiert den Hitlergruß. Der Acht-Sekunden-Film wurde anschließend im sozialen Netzwerk Snapchat gepostet.

Bekannt wurde der Film erst nach der Rückkehr der Gruppe. Schulleiter Christian Augustin erklärte: "Wir sind natürlich erschüttert und entsetzt. Das ist ein absolut unreifes Verhalten – zumal wir wissen, dass dies nicht der Gesinnung der Schüler entspricht." Die Beteiligten wurden nach Bekanntwerden des Videos zunächst vom Unterricht suspendiert, und die Polizei wurde informiert. Bei einer Ordnungsmaßnahmenkonferenz zeigten sich die Schüler einsichtig und entschuldigten sich. Ihnen wurde auferlegt, sich in einem Projekt ausführlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die Albert-Einstein-Schule engagiert sich seit vielen Jahren für die Aufklärung über die Verbrechen der NS-Zeit. Am Holocaust-Gedenktag berichten Auschwitz-Überlebende von ihrem Leid, und zwei Gebäude der Schule sind nach ihnen benannt. Geschichtslehrer Wilhelm Paetzmann betonte, dass die Erinnerungskultur an der Schule weiter gepflegt werden müsse.

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