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Forscher wollen den Klimawandel mit "Weltraumblasen" stoppen


Forscher wollen die Erde mit "Weltraumblasen" retten

Von Martin Küper

Aktualisiert am 18.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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Das Sonnenschild soll die Effekte der Klimakrise auf der Erde umkehren.
Das Sonnenschild soll die Effekte der Klimakrise auf der Erde umkehren. (Quelle: klimenko/MIT Senseable City Laboratory)
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Kann ein Schirm aus gefrorenen Bläschen die Klimakatastrophe aufhalten? Ein Forschungsteam in den USA ist zuversichtlich.

Ideen zur Rettung der Erde vor der Klimakatastrophe gibt es inzwischen einige: Können wir das CO2 nicht in großen Anlagen aus der Luft ziehen und im Boden speichern? Könnten Schwefeltröpfchen in der Atmosphäre den Planeten vor der Sonneneinstrahlung abschirmen? Oder sollen wir alle Hausdächer hell anstreichen, um das Licht zurück ins All zu werfen? Fachleute nennen solche Ideen "Geoengineering" oder "Terraforming", doch realistisch wirken die Konzepte nicht. Forscher des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) glauben jetzt, eine bessere Lösung gefunden zu haben.

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So will die Gruppe um den Architekten Carlo Ratti eine Art Schutzbarriere zwischen der Erde und der Sonne errichten – bestehend aus leichten kleinen Blasen, die zusammen wie ein Floß am "Lagrange-Punkt 1" durch den Weltraum treiben würden. Der "Lagrange-Punkt 1" bezeichnet die Umlaufbahn zwischen Sonne und Erde, an der sich die Schwerkraft beider Himmelskörper gegenseitig aufhebt. Die Bläschen könnten den Forschern zufolge aus geschmolzenem Silikon oder graphen-verstärkter, ionischer Flüssigkeit bestehen und müssten eine Fläche von der Größe Brasiliens bedecken.

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"Möglicherweise einzige und letzte Option"

"Geoengineering könnte unsere einzige und letzte Option sein, aber die meisten Vorschläge in diesem Bereich sind an die Erde gebunden, was gewaltige Risiken für die Umwelt birgt", sagte Forschungsleiter Carlo Ratti dem Architekturportal "dezeen". "Lösungen im Weltall wären viel sicherer und mit unseren Blasen könnten wir 1,8 Prozent der Sonnenstrahlung zurück ins All werfen, bevor sie die Erde trifft – genug, um die heutige Erderwärmung rückgängig zu machen", erklärt Ratti.

Bläschen auf dem Weg zur Sonne: "Das Projekt ließe sich bis zum Ende dieses Jahrhunderts umsetzen".
Bläschen auf dem Weg zur Sonne: "Das Projekt ließe sich bis zum Ende dieses Jahrhunderts umsetzen". (Quelle: Paulina Sterpe/MIT)

Doch die Idee hat Ratti zufolge noch weitere Vorteile: So könnten die Bläschen irgendwann auch wieder zurückgeholt werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Und Umweltbelastungen auf der Erde würden durch die Barriere im All sowieso nicht entstehen, so Ratti. Die Kosten für das Projekt würden sich auf jährlich 0,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung belaufen, rechnet das MIT-Team vor. "Wir glauben, das Projekt ließe sich bis zum Ende dieses Jahrhunderts umsetzen, wenn die Auswirkungen der globalen Erwärmung nach gegenwärtigen Berechnungen am schlimmsten werden", heißt es in einer Mitteilung der Bostoner Universität.

Weltraumbläschen bestehen ersten Test

Noch sind die rettenden Weltraumbläschen eine Vision, doch den ersten Machbarkeitstest haben sie schon überstanden. Dabei haben die Forscher erfolgreich eine Kugelschale aus ultradünnem Material unter den Bedingungen des Weltraums aufgeblasen.

Mit frischen Forschungsgeldern will das Team jetzt weitere Materialien testen und klären, wie sich die Schutzbarriere am besten errichten lässt. Eine Idee ist, die Bläschen mit einer Railgun ins All zu befördern: Eine solche elektromagnetische Kanone kann Objekte deutlich schneller abfeuern als konventionelle Waffen.

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Verwendete Quellen
  • senseable.mit.edu: Pressemitteilung des MIT (englisch; Stand: 18. August 2022)
  • dezeen.com: MIT researchers propose using Space Bubble shield to reflect the sun (englisch; Stand: 18. August 2022)
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