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Ausbruch im Kongo - Ärzte ohne Grenzen: Ebola-Strategie versagt

Ausbruch im Kongo  

Ärzte ohne Grenzen: Ebola-Strategie versagt

07.03.2019, 14:45 Uhr | dpa

Ausbruch im Kongo - Ärzte ohne Grenzen: Ebola-Strategie versagt. In Mbandaka im Kongo wird ein Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen Ebola geimpft.

In Mbandaka im Kongo wird ein Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen Ebola geimpft. Foto: Sam Mednick/AP. (Quelle: dpa)

Genf (dpa) - Die derzeitige Strategie zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs im Kongo hat nach Überzeugung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) versagt.

"Wir sind nicht sicher, dass wir (die Epidemie) zu Ende bringen, wenn wir so weitermachen wie bisher", sagte MSF-Präsidentin Joanne Liu am Donnerstag in Genf. Sie verlangte ein Vorgehen, das die Wünsche und Ängste der Patienten und die Dorfgemeinschaften stärker ins Zentrum rückt.

Bei dem Ebola-Ausbruch im Osten des Kongo, der vor sieben Monaten bekanntgegeben wurde, haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 907 Menschen mit dem Erreger angesteckt, 569 sind gestorben. Erschwert wird die Bekämpfung der Epidemie dadurch, dass in der Region Dutzende Rebellengruppen aktiv sind. Zudem müsse man aber auch das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen, betonte Liu.

"Es gibt einen großen Widerspruch: Auf der einen Seite stehen die Möglichkeiten für eine schnelle und umfassende Ebola-Bekämpfung mit neuesten medizinischen Mitteln, wie Impfungen. Auf der anderen Seite sterben die Menschen zuhause, weil sie den Ebola-Bekämpfungsstrategien misstrauen und nicht in die Behandlungszentren kommen." Mehr als 40 Prozent der Menschen sterben den Angaben zufolge zu Hause und nicht in Behandlungszentren. Das erhöhe die Ansteckungsgefahr für andere Menschen deutlich.

Bei 43 Prozent der Patienten wurden laut MSF keine Kontakte zu anderen Kranken oder deren Umfeld gefunden - die Quelle der Ansteckung war also unbekannt. Liu forderte ein Umdenken, um das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen. Es funktioniere nicht, wenn Polizei und Armee Menschen zwingen wollten, sich an Gesundheitsvorschriften zu halten. Kranke wollten nicht in die Ebola-Zentren, "weg von ihren Angehörigen und umgeben von Leuten in Weltraumanzügen", sagte Liu. Ärztinnen und Pfleger tragen Schutzkleidung, um sich vor Ansteckung zu schützen.

"Es dürfen keine Zwangsmaßnahmen eingesetzt werden, um Patienten zu suchen und zu behandeln, sichere Beerdigungsmethoden durchzusetzen und Häuser zu dekontaminieren", sagte Liu. MSF hatte seine Arbeit in zwei Orten eingestellt, nachdem Unbekannte die dortigen Behandlungszentren vergangene Woche angegriffen hatten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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