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Historischer Eingriff: Frau mit HIV spendet Niere an HIV-infizierten Patienten

Historischer Eingriff  

Frau mit HIV spendet Niere an HIV-infizierten Patienten

29.03.2019, 13:01 Uhr | dpa

Historischer Eingriff: Frau mit HIV spendet Niere an HIV-infizierten Patienten. Patientin Nina Martinez vor der Operation.

Patientin Nina Martinez vor der Operation. Ärzte in den USA haben erstmals eine Spenderniere von einer mit dem HI-Virus infizierten Frau in einen Empfänger mit HIV verpflanzt. Foto: Johns Hopkins Medicine/AP. (Quelle: dpa)

Baltimore (dpa) - Ärzte in den USA haben eine Spenderniere einer HIV-infizierten Frau in einen Empfänger mit HIV verpflanzt. Beide Patienten seien wohlauf, teilte die Johns-Hopkins-Universitätsklinik in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland am Donnerstag (Ortszeit) mit.

"Es ist das erste Mal überhaupt weltweit, dass jemand, der mit HIV lebt, eine Niere spenden darf, und das ist gigantisch", sagte der Chirurgie-Professor Dorry Segev. Nach Angaben der Klinik fand die Transplantation am Montag statt.

Bisher habe man Menschen mit dem Aids-Erreger HIV nicht für Transplantationen zugelassen, weil das Risiko zu hoch erschienen sei, dass der Spender selbst an einem Nierenleiden erkranken würde, erklärte Segev. Nun sei das anders. "Eine Krankheit, die noch in den 1980er Jahren ein Todesurteil war, ist heute so gut im Griff, dass mit HIV Lebende heute mit einer Nierenspende Leben retten können - das ist unglaublich."

Die Spenderin und Aktivistin Nina Martinez will mit dem Eingriff auch gegen das Stigma ankämpfen, mit dem HIV-Infizierte oft noch immer leben. "Ich will für niemanden ein Held sein. Ich will als Beispiel für jemanden dienen und der Grund für jemanden sein, eine Spende zu erwägen", sagte die 35-Jährige.

Allein in den USA stehen der Klinik zufolge mehr als 110 000 Menschen auf Wartelisten für eine Transplantation, etwa 20 sterben täglich, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ gefunden wird. Für Patienten mit HIV könnten ebenfalls mit dem Virus infizierte Spender eine große Hoffnung sein, so die Mediziner.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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