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Konferenz in Genf: Forscher warnen vor drastischen Klimafolgen in den Bergen

Konferenz in Genf  

Forscher warnen vor drastischen Klimafolgen in den Bergen

31.10.2019, 16:53 Uhr | dpa

Konferenz in Genf: Forscher warnen vor drastischen Klimafolgen in den Bergen. In den Kitzbüheler Alpen ist konservierter Schnee aus dem vergangenen Winter zu einer Piste zusammengeschoben worden.

In den Kitzbüheler Alpen ist konservierter Schnee aus dem vergangenen Winter zu einer Piste zusammengeschoben worden. Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa. (Quelle: dpa)

Genf (dpa) - Die verheerenden Folgen des Klimawandels in den Hochgebirgen der Welt haben Auswirkungen auf Milliarden Menschen.

Um die Probleme so früh wie möglich zu erkennen und Menschen vor tödlichen Gefahren zu warnen, wollen Forscher eine integrierte Obervations- und Vorhersageplattform bauen, die mehr Daten aus mehr Wissenschaftsbereichen zusammenträgt. Das beschlossen sie in Genf bei einer Konferenz der Weltwetterorganisation (WMO) über die Folgen des Klimawandels im Hochgebirge. Als Hochgebirge definiert die WMO Gebirge mit Eis und Schnee.

Die Gletscher und Schneemassen und die dort entspringenden Flüsse versorgten die halbe Menschheit mit Trinkwasser, sowie Wasser für Landwirtschaft und Kraftwerke, berichteten Forscher auf einer Tagung. "Die Lage auf der Erde wird wegen der Veränderungen in den Bergen kritisch", warnte John Pomeroy, Direktor der Hydrologie an der kanadischen Universität von Saskatchewan. In einigen Regionen sei die Temperatur schon um drei bis vier Grad über das vorindustrielle Niveau gestiegen, deutlich mehr als im weltweiten Durchschnitt von rund einem Grad. Die Folgen würden immer gravierender.

Dazu gehören: Überschwemmungen durch starkes Schmelzen, Bergrutsche durch Geröll, das nicht mehr von Schnee und Eis bedeckt ist, und schließlich weniger Wasser. Staudämme für Wasserkraftwerke müssten mindestens angepasst werden. In Kanada diene ein Staubecken in einer Region neu auch als Auffangbecken, um tiefer liegende Ortschaften vor Überschwemmungen zu retten.

Mit besseren Messdaten etwa zu Niederschlag, Temperaturen und Bodenbeschaffenheit und besseren Überwachungsmethoden durch Satelliten sowie leistungsstärkeren Computern könnten wenigstens Modelle entwickelt werden, um Menschen vor Schäden zu schützen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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