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Wissenschaftler entdecken neue Dinosaurierart

Tlatolophus galorum  

Wissenschaftler entdecken neue Dinosaurierart

14.05.2021, 07:31 Uhr | sle, dpa

Wissenschaftler entdecken neue Dinosaurierart. Ein Paläontologe bei Ausgrabungen (Symbolbild): In Mexiko wurde eine neue Dinosaurierart entdeckt. (Quelle: imago images/Francois Gohier)

Ein Paläontologe bei Ausgrabungen (Symbolbild): In Mexiko wurde eine neue Dinosaurierart entdeckt. (Quelle: Francois Gohier/imago images)

Sensationeller Fund: Bei Ausgrabungen in Mexiko entdeckten Forscher einen fast vollständig erhaltenen Dinosaurier-Schädel – der gehört zu einer bislang unbekannten Art.

In Mexiko haben Forscher nach eigenen Angaben eine bisher unbekannte Dinosauriergattung und -art entdeckt. Die Pflanzenfresserart Tlatolophus galorum habe identifiziert werden können, weil ein zu fast 80 Prozent erhaltener Schädel bei Ausgrabungen im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila gefunden worden sei, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) am Donnerstag (Ortszeit) mit. "Die Überraschung war, dass wir Knochen wie den Femur, das Schulterblatt und andere Elemente fanden ", sagte Wissenschaftler Ramírez Velasco in der Pressemeldung des Instituts.

Der Name der Gattung Tlatolophus setze sich aus dem Wort Tlahtolli (Wort) der Aztekensprache Nahuatl und dem griechischen Wort Lophus (Kamm) zusammen. Der Kamm ähnele in seiner Form einem Symbol, das von mesoamerikanischen Völkern verwendet worden sei, um Kommunikation und Wissen darzustellen, hieß es. Der Kamm habe außerdem eine Kommunikationsfunktion gehabt: Durch innere Gänge, die Nase und Luftröhre verbänden, habe er wie eine integrierte Trompete funktioniert.

"Gesprächige Dinosaurier"

"Wir wissen, dass sie Ohren hatten, die niederfrequente Geräusche empfangen konnten, also müssen sie friedliche, aber gesprächige Dinosaurier gewesen sein. Einige Paläontologen gehen davon aus, dass sie laute Geräusche abgegeben haben, um Fleischfresser abzuschrecken oder zu Zuchtzwecken, was darauf hindeutet, dass die Kämme leuchtende Farben trugen ", so Wissenschaftler Ángel Ramírez.

Der Entdeckung war bereits 2005 der Fund des Schwanzes des Tieres vorausgegangen, wie die Wissenschaftler vom INAH und der Universität UNAM in Mexiko-Stadt auch in der Fachpublikation "Cretaceous Research" erklärten. Im Jahr 2013 wurde dieser dann ausgegraben.

"Ausnahmefall in der mexikanischen Paläontologie"

Der Dinosaurier müsse vor 72 oder 73 Millionen Jahren in einem Gewässer gestorben sein, das reich an Sedimenten gewesen sei, hieß es weiter vom INAH. Dadurch müsse sein Körper schnell von Erde bedeckt worden sein, wodurch er konserviert worden sei.

"Dieses Fossil, das noch untersucht wird, ist ein Ausnahmefall in der mexikanischen Paläontologie, denn es mussten äußerst günstige Ereignisse vor Millionen von Jahren stattfinden, als Coahuila eine tropische Region war – wie eine große Küstenebene – damit es unter den Bedingungen erhalten blieb, unter denen wir es gefunden haben", sagte die Paläontologin Felisa Aguilar der Mitteilung zufolge.

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