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BVG: Berlin führt 9-Euro-Ticket für Bedürftige ein


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Berlin führt 9-Euro-Ticket für Bedürftige ein

Von dpa, yer

Aktualisiert am 08.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine U-Bahn der Berliner BVG an einer Haltestelle (Symbolbild): Das Null-Euro-Ticket könnte teuer werden.
Eine U-Bahn der Berliner BVG an einer Haltestelle (Symbolbild): Regulär kostet das Sozialticket 27,50 Euro. (Quelle: Eckel/imago-images-bilder)
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Berlin führt das 9-Euro-Ticket wieder ein, zumindest für manche. Das Sozialticket wird zeitweise auf diesen Preis reduziert. Hunderttausende haben Anspruch.

Das Berliner Sozialticket für den Öffentlichen Nahverkehr wird deutlich vergünstigt. Von Januar bis mindestens März 2023 soll der Monatsfahrschein für bedürftige Berlinerinnen und Berliner neun Euro kosten. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Berliner Senat am Dienstag. Regulär kostet das Sozialticket für die Tarifbereiche A und B, die den gesamten Stadtbereich umfassen, 27,50 Euro.

Außerdem soll laut Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) der Kreis der Anspruchsberechtigten für das Sozialticket vergrößert werden. Das 9-Euro-Ticket soll für alle gelten, die auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld angewiesen sind. Berechtigt ist auch, wer Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhält. Laut Kipping hätten demnach künftig 644.000 Menschen in Berlin ein Anrecht auf das vergünstigte Ticket.

Angebot könnte verlängert werden

Mit dem 9-Euro-Ticket wolle man "Mobilität und Teilhabe für alle ermöglichen", sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey in einem Statement. Sozialsenatorin Kipping stellte in Aussicht, dass es das vergünstigte Sozialticket nicht nur im ersten Quartal geben wird: Über die ersten drei Monate gebe es mit dem Aufsichtsrat des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg schon eine Einigung. Alles Weitere müsse noch geklärt werden. Aber es sei davon auszugehen, dass das Angebot mit dem 1. April nicht abbreche.

"Ich bin sehr froh, dass wir mit der Reduktion des Sozialtickets eine unbürokratische Lösung haben", sagte Kipping. Die Inflation treffe Ärmere besonders hart, etwa bei Nahrungsmitteln und Strom. "Und die Menschen, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen, haben auch nicht diesen Puffer, wo an weniger Lebensnotwendigem gespart werden kann."

Parallel zum Sozialticket für neun Euro soll es wie bereits seit Oktober auch im neuen Jahr für zunächst drei Monate ein ÖPNV-Ticket für 29 Euro geben, das auf Berlin begrenzt ist.

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Verwendete Quellen
  • berlin.de: Pressemitteilung der Berliner Senatskanzlei vom 8.11.2022
  • twitter.com: Tweet der Senatskanzlei Berlin
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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