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Ungewöhnlicher Auftritt: Franziska Giffey bringt Brot zu Rede mit


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Ungewöhnlicher Auftritt: Giffey bringt Brot zu Rede mit

Von t-online, pb

Aktualisiert am 03.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Ein Berliner Brot und die Berliner SPD-Chefin: Der Auftritt der Regierenden Bürgermeisterin sorgt für Aufsehen. (Quelle: IMAGO/Emmanuele Contini)
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Ein Mikrofon, eine feste Stimme – ein paar Gesten. So stellt man sich normalerweise eine Rede vor. Im Berliner Abgeordnetenhaus war das nun etwas anders.

Was tut sie da? Das fragten sich wohl manche Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses. Denn zur Sitzung im Plenarsaal brachte Franziska Giffey (SPD) nicht nur ihre Redenotizen mit – sondern auch einen stattlichen Laib Brot. Der hatte durchaus einen Zweck: Damit wollte die 44-Jährige Werbung für eine einfachere Einbürgerung von in Berlin lebenden Ausländern machen – über die derzeit auch bundesweit debattiert wird.

Wie die "B.Z." berichtet, hob die Sozialdemokratin den Brotlaib in die Höhe – und erklärte den Berliner Abgeordneten: "Es ist ein Einbürgerungs-Brot, frisch gebacken von der Bäckerei Märkisches Landbrot in Neukölln." Sie habe ein solches Brot bereits mehrfach mit Menschen aus ihrem Heimatbezirk geteilt, "die stolz waren, die deutsche Staatsangehörigkeit zu bekommen."

Streit um Einbürgerung: Giffey redet im Abgeordnetenhaus

In dem Brotlaib sieht Giffey demnach ein Symbol für ein Willkommensein, Zuhausesein und auch ein gutes Miteinander der Berliner. Giffey will mit ihrer Koalition erreichen, dass künftig Jahr für Jahr 20.000 Menschen in der Hauptstadt eingebürgert werden – derzeit sind es 8.000.

Ab 2024 soll dabei auch das Landeseinbürgerungszentrum helfen. CDU und FDP kritisierten Giffeys Pläne am Donnerstag im Abgeordnetenhaus: Björn Wohlert (CDU) sagte etwa: "Erst die Integration, dann der Pass. Und nicht erst der Pass und dann vielleicht Integration." Neben der Kritik wurde Giffeys ungewöhnlicher Auftritt auch im Netz wahrgenommen – auf Twitter hingegen jedoch hauptsächlich verspottet: Der Berliner CDU-Generalsekretär Stefan Evers spottete etwa: "Im Abgeordnetenhaus gibt es heute Brot statt Beef."

Am Donnerstag hatte auch der Bundestag über die Reformpläne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zur erleichterten Einbürgerung debattiert. Die Unionsfraktion hatte dazu eine Aktuelle Stunde beantragt. Faeser plant, dass Zuwanderer anstatt nach wie bisher acht Jahren künftig schon nach einem fünfjährigen Aufenthalt die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten können, bei "besonderen Integrationsleistungen" sogar schon nach drei Jahren. Union und AfD kritisieren das Vorhaben.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • bz-berlin.de: "Brotzeit im Parlament! So wirbt Giffey für mehr Einbürgerungen"
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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