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Berlin-Neukölln sucht nach Tiger-Baby des Remmo-Clans


Nach Einsatz in Clan-Villa
Bezirk Neukölln sucht nach Tiger

Von dpa, yer, pb

Aktualisiert am 29.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Skurriles Selfie sorgt für Kritik: Mitglieder des Remmo-Clans feierten eine Hochzeit und posierten dabei mit einem Tigerbaby. (Quelle: t-online)
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Der berüchtigte Remmo-Clan posierte auf einer Hochzeit mit einem Tigerbaby. Das SEK rückte aus. Nun stellt sich die Frage, wo der Tiger geblieben ist.

Nach einem Polizeieinsatz wegen eines Tigers in der Villa von Mitgliedern des Remmo-Clans in Berlin-Neukölln ermittelt das Ordnungsamt zum Verbleib des Tieres. Es müsse geklärt werden, wo der Tiger herstammt und ob Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorlägen, sagte eine Sprecherin des Bezirks Neukölln am Donnerstag.

Nach Informationen von t-online stammt der Tiger aus dem Zirkus Berolina. Die Clan-Familie soll sich das acht Monate alte Jungtier India für ein Fotoshooting ausgeliehen haben. Eine Mitarbeiterin bestätigte, dass das Tigerbaby in Begleitung dreier Mitarbeiter auf der Clan-Party gewesen sei, um für Bilder mit den Gästen zu posieren. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Eine Sprecherin des Landkreises Dahme Spreewald, wo der Zirkus beheimatet ist, sagte t-online, dass man diesen in der nächsten Woche besuchen wolle, um nach dem Tier zu sehen. Es liege eine Anzeige gegen den Zirkus vor.

Nach der Berliner Verordnung zur Haltung von "gefährlichen Tieren wildlebender Arten" dürfe ein Tiger privat nicht gehalten werden. Vor diesem Hintergrund sei es zur Durchsuchung mit Unterstützung der Polizei am vergangenen Dienstagabend in der Villa im Stadtteil Buckow gekommen, so eine Sprecherin des Bezirks Neukölln.

Es bestand der Verdacht des illegalen Tierhandels

Es habe Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden, weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass das Tier vom Grundstück entkomme, hieß es vom Bezirk. Ferner habe der Verdacht des illegalen Tierhandels bestanden. Das Amtsgericht Tiergarten habe wegen der Dringlichkeit einen Beschluss für eine Durchsuchung und die Sicherstellung des Tigers erlassen.

Zum Zeitpunkt des Einsatzes war das Tier allerdings nicht mehr in der Villa. Auslöser für die Aktion waren nach Angaben der Bezirkssprecherin Fotos in sozialen Medien, auf denen ein Tiger in der Villa zu sehen war.

Um die Villa gibt es seit Langem Streit – seit vergangenem Jahr beschäftigt dieser das Amtsgericht Neukölln. Das Gebäude und das Grundstück gehören zu 77 Immobilien, die die Berliner Staatsanwaltschaft 2018 beschlagnahmt hatte. Diese wurden nach Überzeugung der Behörde nicht mit legal erwirtschaftetem Geld gekauft. Im Fall der Villa ist inzwischen rechtskräftig entschieden, dass das Land Berlin Eigentümer ist.

Der Bezirk Neukölln hatte der Familie gekündigt und 2021 eine Frist zum Auszug gesetzt. Da der Clan die Villa nicht räumte, zog der Bezirk vor Gericht.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Telefonat mit einer Sprecherin des Landkreises Dahme Spreewald
  • Eigene Recherche
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