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"Letzte Generation" | Kleber hält zu gut: Polizei muss Straße aufstemmen


Kleber hält zu gut: Polizei muss Straße aufsägen

Von t-online, jl, yer

Aktualisiert am 24.04.2023Lesedauer: 3 Min.
imago images 0245409247Vergrößern des BildesEin Polizist befreit einen Aktivisten der "Letzten Generation" mit einer Säge von der Straße: Der Kleber habe sich nicht lösen lassen, teilt die Polizei mit. (Quelle: IMAGO/Florian Gaertner/photothek.de)
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Wie angekündigt haben Aktivisten der "Letzten Generation" an vielen Orten den Berliner Verkehr blockiert. Ein Klima-Kleber hielt besonders gut an der Fahrbahn.

Die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" machen Ernst: An mehreren Orten in der Stadt haben sie am Montag Blockaden eingerichtet, sich teilweise festgeklebt. Die Orte liegen vor allem im Bereich in und um Charlottenburg-Wilmersdorf. "Vom Ku'damm bis Spandau", so eine Polizeisprecherin.

Die meisten Blockaden konnten von der Polizei zügig beseitigt werden. Bei anderen dauerte es deutlich länger. Am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg musste die Polizei ein Stück Straße entfernen, wie ein Sprecher t-online sagte. Der Klebstoff, mit dem ein Aktivist seine Hand auf die Straße geklebt hatte, habe zunächst nicht gelöst werden können. Deshalb habe man sich zu der Maßnahme entschieden. Ein Journalist der "Welt" veröffentlichte ein Foto von dem Vorfall.

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Insgesamt 500 Einsatzkräfte der Polizei sind am Montag im Stadtgebiet in Zivil und Uniform im Einsatz und überwachen Verkehrsknotenpunkte. "So können wir Blockaden verhindern oder zumindest schnell reagieren, um die Straße für den Verkehr freizumachen", so die Sprecherin.

Die Blockaden lösten am Morgen ein Verkehrschaos in Berlin aus. Besonders auf der A100 im Westen der Hauptstadt kam der Verkehr zum Erliegen. Zeitweise verlängerte sich die Fahrzeit dort laut der Verkehrsinformationszentrale Berlin um zwei Stunden.

Berlin: Fast 100 Personen vorübergehend in Gewahrsam

Wie viele Aktivisten an den Blockaden beteiligt waren, war zunächst unklar. Laut der Pressestelle der Polizei wurden bis zum Mittag 96 Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen. Nach der Feststellung der Identität werde überprüft, ob die Aktivisten schon öfter an Blockaden beteiligt gewesen seien. Wiederholungstäter würden einem Richter vorgeführt, der entscheiden könnte, ob die Beschuldigten vorübergehend in Gewahrsam bleiben müssten.

Einzelne Blockaden konnten einem t-online-Reporter zufolge verhindert werden. Am Treptower Park wurde eine Aktion gestoppt, die Polizei hat wohl vorab davon gewusst. Ein Mannschaftswagen war bereits vor Aktionsbeginn dort. Aktivisten, die trotzdem versuchten, eine Straße zu blockieren, wurden nach Sekunden gestoppt.

Die Klimagruppe hatte angekündigt, sie wolle versuchen, von Montag an die gesamte Hauptstadt lahmzulegen. "Wir nehmen nicht mehr hin, dass diese Regierung sich nicht an unsere Verfassung hält. Wir nehmen nicht länger hin, dass die Regierung keinen Plan hat, wie die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen gestoppt werden kann. Wir leisten jetzt Widerstand", teilte die "Letzte Generation" mit.

Hunderte Beamte sollen unbefristete Aktion in Schach halten

Am Montagmorgen erfolgten die Blockaden nach Angaben der Polizei etwa an der Pappelallee in Prenzlauer Berg, der Danziger Straße in Pankow, am Tempelhofer Damm in Tempelhof-Schöneberg und auf der Stadtautobahn A100 an der Konstanzer Straße.

Die Aktionen sind nicht befristet. Sie sollen erst enden, wenn Forderungen erfüllt sind. Die Berliner Polizei will nach eigenen Angaben mit bis zu 500 Beamten im Stadtgebiet unterwegs sein, um die Blockaden zu verhindern beziehungsweise schnell zu beenden.

Die "Letzte Generation" beklagt fehlenden Klimaschutz und verlangt die Einsetzung eines Gesellschaftsrats mit gelosten Mitgliedern. Sie fordert von der Politik einen Plan zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels, mit dem die schlimmsten Folgen der Erderwärmung verhindert werden sollen.

Verwendete Quellen
  • Anruf bei der Pressestelle der Berliner Polizei
  • Reporter vor Ort
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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