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Berlin | Todesliste mit fünf Namen im Umlauf: Kleingärtner-Streit eskaliert


"Mit erbarmungslosen Grüßen": Kleingärtner verteilen Todesliste

Von t-online, jse

Aktualisiert am 17.05.2023Lesedauer: 2 Min.
Die Gartenfreunde Pankow: Hier sollen wüste Drohungen kursieren.Vergrößern des BildesDie Gartenfreunde Pankow: Hier sollen wüste Drohungen kursieren. (Quelle: Screenshot Google Street View)
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Seit Monaten schwelt bei den Gartenfreunden Pankow ein erbitterter Streit. Nun erreicht er die nächste Stufe: Es gibt eine Todesliste.

Bei den Gartenfreunden Pankow schwelt schon länger ein heftiger Streit – der nun wohl eine neue Eskalationsstufe erreicht hat. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, kursiert inzwischen eine Todesliste mit den Namen mehrerer aktueller und ehemaliger Funktionsträger von Bezirksverband und Mitgliedsvereinen unter den Schrebergärtnern.

In dem Schreiben werden einer ehemaligen Vorsitzenden "böse Fehler" vorgeworfen, doch sie sei nur das Bauernopfer der "wirklichen Verbrecher", die "schuldig an den Verbrechen der letzten Jahre" seien. Diese sollen auch die fünf Personen sein, die auf der Todesliste bedroht werden.

Unterschrift "mit erbarmungslosen Grüßen"

Das Schreiben soll wohl einen auf den ersten Blick halbwegs seriösen Eindruck machen: "Gartenfreunde und Siedlungsfreunde des Stadtbezirks Pankow geben bekannt", lautet das Anschreiben. Als Absender sollen "vom Rollberg und von Daheim 2" angegeben sein – die Namen zweier Kleingartenanlagen in Berlin.

Unterschrieben sei die Liste "mit erbarmungslosen Grüßen". Ansonsten ist das Schreiben, das in mindestens einer Kleingartenanlage verteilt worden sein soll, anonym. Die Polizei bestätigte die Echtheit des Schreibens auf Anfrage von t-online. Bei der Polizei seien mehrere Anzeigen eingegangen und die Ermittlungen eingeleitet.

Funktionäre sollen über 100.000 Euro veruntreut haben

Unter den Gartenfreunden in Pankow herrscht schon länger Unruhe: Funktionsträger sollen 105.000 Euro veruntreut haben. Dabei sollen Pachtzahlungen nicht an den Verpächter, sondern auf private Konten geflossen sein. Entsprechende Unterlagen seien ebenfalls verschwunden, schreibt die "Morgenpost".

Pächter müssten dennoch nicht damit rechnen, ihre Parzellen zu verlieren, erklärte Oliver Simon (FDP), der im Ausschuss für Grünanlagen des Bezirks sitzt, dem "Berliner Abendblatt". Wütend sind die anscheinend trotzdem: In einem Facebook-Beitrag über die ehemalige Vorsitzende postet eine Nutzerin das Foto eines Tumors.

Verwendete Quellen
  • berliner-abendblatt.de: "Finanzskandal erschüttert Kleingarten-Verband" vom 12. März 2023
  • morgenpost.de: "Kleingarten-Skandal weitet sich aus" vom 4. Mai 2023
  • morgenpost.de: "Eskalation in Pankow" vom 17. Mai 2023
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