Verräterischer Kot Analyse ergibt: Keine Spuren einer Löwin in Kleinmachnow
Die Analyse der in Kleinmachnow gesicherten Tierspuren hat ergeben: Die Spuren gehören nicht zu einer Löwin.
Das endgültige Ergebnis steht noch nicht fest, doch bereits jetzt ist klar: Das Tier, das in der vergangenen Woche auf einem Twitter-Video für Aufsehen gesorgt hatte, ist keine Löwin. Das hat eine Haaranalyse ergeben.
Das gefundene Haar weise stattdessen Ähnlichkeiten mit Wildschweinhaaren auf, schreibt Martina Bellack, die Pressesprecherin der Gemeinde Kleinmachnow.
Vieles spricht gegen ein Katzenhaar
"Es hatte eine Grundsteifigkeit, sprich, es ließ sich nicht verformen, sondern nahm immer wieder seine gebogene Form ein. Es hatte außerdem ein zerfasertes Ende und war an seinem Anfang (Hautseite) dunkel (fast schwarz)."
Rein visuell spreche damit vieles gegen ein Katzenhaar. Dem Labor lagen zwar keine Wildschweinhaare zum Vergleich vor – die eines Löwen allerdings schon.
Kot entkräftet Löwen-Theorie
"Deren Struktur ist grundverschieden von der des Untersuchungshaares, genau wie die Struktur der Haare einer Hauskatze." Es handle sich also mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" nicht um das Haar einer Katze.
Die Löwen-Theorie entkräftet auch der in der Nähe gefundene Kot. "Nach ersten Untersuchungen zeige sich in der Laborprobe aber ein hoher Anteil an Pflanzenmaterial." Auch das spricht dagegen, dass in den Wäldern um Kleinmachnow ein Raubtier unterwegs ist.
Das endgültige Ergebnis liegt noch nicht vor. "Die Annahme, dass in Kleinmachnow ein Löwe frei herumlief, ist somit noch ein Stück weiter entkräftet", schreibt Bellack.
- Mitteilung der Gemeinde Kleinmachnow