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Berlin: "Letzte Generation" will Strategie ändern – das soll jetzt kommen


"Letzte Generation" plant vermehrt Massenblockaden

Von t-online, ksi

Aktualisiert am 12.10.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0307218108Vergrößern des BildesMitglieder der "Letzten Generation" während einer Straßenblockade (Archivbild): Die Klimagruppe plant neue Protestformen. (Quelle: IMAGO/snapshot-photography/T.Seeliger/imago)
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Die "Letzte Generation" macht in Berlin mit Sitzblockaden auf sich aufmerksam. Jetzt wollen die Klimaaktivisten ihre Strategie ändern.

Die "Letzte Generation" will neue Wege finden, um sich für mehr Klimaschutz einzusetzen. Auf Anfrage von t-online sagt eine Sprecherin der "Letzten Generation", dass die Gruppierung von den vielen kleineren Straßenblockaden an verschiedenen Orten in Zukunft abrücken möchte.

In der nächsten Zeit will sich die "Letzte Generation" auf "größere, gemeinsame Blockaden/Proteste" konzentrieren. Konkret geht es um sogenannte Massenblockaden. Bei dieser Protestform seien alle Menschen dazu eingeladen, mitzumachen.

Proteste sollen vergrößert werden

Leute sollen sich dabei spontan anschließen können, andere Klimagruppen sollen sich beteiligen, es gäbe außerdem Raum für Redebeiträge, Kreativität und zum Beispiel auch Konzerte, so die Pressesprecherin.

Bei einem Protest der "Letzten Generation" auf einer Autobahn in Den Haag in den Niederlanden habe man gesehen, wie schnell "Hunderte bis Tausende Menschen" zusammenkämen. In der Form sollen auch zukünftige Proteste ablaufen.

"Wir haben in den letzten fast zwei Jahren immer wieder die Formen des Protests angepasst. Dies geschieht aus strategischen Abwägungen", erklärt die Sprecherin. Die "Letzte Generation" werde nicht aufhören, auf die Straße zu gehen, "bis eine politische Wende eingeleitet ist zu einem fossilfreien Deutschland bis 2030".

Keine erhöhte Alarmbereitschaft bei der Polizei

Auf Anfrage von t-online sagte die Polizei Berlin, dass sie sich aktuell nicht in besonderer Weise für die angekündigten Massenblockaden wappne. Grundsätzlich hätten die Beamten inzwischen viel Erfahrung im Zusammenhang mit den Blockadeaktionen von Klimaaktivisten gesammelt und seien auf spontane Lageentwicklungen vorbereitet.

"Hierbei werden – neben einem erhöhten Personaleinsatz – vor allem mögliche blockadegeeignete Bereiche verstärkt in den Fokus der polizeilichen Präsenz genommen", so eine Sprecherin der Polizei. So können im Falle einer Straßenblockade die Orte von den Beamten auch in Zukunft schnell erreicht werden.

Aktionen der "Letzten Generation" lösen Unmut aus

Ob sich den Protesten der "Letzten Generation" viele Menschen spontan anschließen werden, ist fraglich. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur von Mai lehnen 60 Prozent der Befragten die Gruppierung "voll und ganz" ab. Lesen Sie hier mehr zu den Umfrageergebnissen.

Außerdem sind viele Aktionen der Mitglieder der "Letzten Generation" rechtswidrig. Regelmäßig kommt es zu strafrechtlichen Verurteilungen. Erst im September gab es eine Rekordstrafe für eine Klimakleberin. Erfahren Sie hier, wie lange die Verurteilte ins Gefängnis muss.

Verwendete Quellen
  • Schriftliche Antwort von einer Pressesprecherin der "Letzten Generation"
  • Schriftliche Antwort von Polizei Berlin
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