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"Hot Chip Challenge": Berlin-Pankow will tödliche Challenge verbieten


"Hot Chip Challenge": Bezirk bereitet Verbot vor

Von t-online, yer

05.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0311561669Vergrößern des BildesScharfer Chip in der Verpackung: Der Hersteller selbst vertreibt ihn inzwischen nicht mehr nach Deutschland (Quelle: IMAGO/ELA CELIK)
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Der Verzehr eines besonders scharfen Chips führt immer wieder zu Verletzungen oder gar Todesfällen. Ein Berliner Bezirk will ihn jetzt verbieten.

Seit Monaten macht die sogenannte "Hot Chip Challenge" immer wieder Schlagzeilen. Viele prominente Social-Media-Größen haben sie bereits gemacht, Kinder und Jugendliche machen sie häufig nach. Es geht dabei darum, einen extrem scharfen Tortilla-Chip zu essen und sich dabei zu filmen.

Der Chip wird einzeln verkauft, auf der Packung wird für die Challenge geworben. Aber er ist so scharf, dass der Verzehr mitunter zu Verletzungen führt. Immer wieder müssen Kinder und Jugendliche in Krankenhäuser eingeliefert werden. Laut der "New York Times" ist in den USA gar ein 14-jähriger Junge nach dem Verzehr eines Chips gestorben.

Proben als gesundheitsschädlich eingestuft

Ein Berliner Bezirk will die gefährlichen Chips jetzt endgültig verbannen. Das Bezirksamt Pankow teilte am Dienstag mit, dass die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht Proben der Chips untersuchen ließ. Das Ergebnis: Wegen des extrem hohen Capsaicingehalts sind die Chips als gesundheitsschädlich eingestuft worden. Capsaicin ist die chemische Verbindung, die für die Schärfe verantwortlich ist. Ein Problem sei auch, dass das Produkt massiv in den sozialen Medien beworben werde und dabei besonders Jugendliche angesprochen würden, so das Bezirksamt.

Zu dem Schluss, dass die Chips gefährlich sind, kam vor kurzem sogar der Hersteller selbst. Die tschechische KC Trading UG hat im November daher den Vertrieb nach Deutschland gestoppt und auch einen Rückruf veröffentlicht.

"Leichtsinn hat nichts mit Mut zu tun"

In Berliner Läden sind aber trotzdem noch Restbestände der Chips zu haben. Das Bezirksamt Pankow bereitet deshalb eine Allgemeinverfügung vor, die den Verkauf des Chips unter Strafe stellt. Wer sich dagegen widersetzen würde, dem droht dann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, mindestens aber eine Geldstrafe. Auf Nachfrage stellt das Bezirksamt klar, dass ein Verbot nur für den Bezirk Pankow gelten würde. Um ein berlinweites Verbot müsse sich die Senatsverwaltung kümmern.

Weil die Chips nach wie vor in den Ladenregalen zu finden seien, appelliere sie an Eltern, ihre Kinder für die Risiken zu sensibilisieren, sagte Manuela Anders-Granitzki, Bezirksstadträtin für Ordnung und öffentlichen Raum. "Leichtsinn hat nichts mit Mut zu tun", wird sie in der Mitteilung des Bezirks zitiert.

Verwendete Quellen
  • Anfrage beim Bezirksamt Pankow
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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