Corona, Mumps, Masern Senat prüft Impfstatus von Kriegsflüchtlingen

Zehntausende Ukrainer sind bereits vor dem Krieg nach Berlin geflohen. Nun hat der Senat ein Auge auf ihren Schutz vor schweren Krankheiten. Denn der nötige Impfstatus sei "nicht immer gegeben".
Der Berliner Senat nimmt den Impfstatus der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in den Blick. Geprüft werde derzeit gemeinsam mit anderen Beteiligten, inwieweit den Menschen neben Corona-Impfungen auch solche gegen andere Infektionskrankheiten angeboten werden können, sagte Gesundheitsstaatssekretär Thomas Götz am Montag im zuständigen Fachausschuss des Abgeordnetenhauses. Denn neben Corona sei der nötige Impfstatus bei vielen Neuankömmlingen auch zum Beispiel bei Mumps, Masern oder Röteln "nicht immer gegeben".
Wichtig sei außerdem, Strukturen zur Diagnose und Behandlung von Tuberkulose aufzubauen, so Götz. Denn die Inzidenz bei dieser Krankheit sei in der Ukraine mit 42 Fällen pro 100.000 Einwohner deutlich höher als in Deutschland (5 Fälle). Das sei zwar kein dramatischer Wert, und Tuberkulose sei keine derart höchst infektiöse Erkrankung wie Covid-19. "Aber nichtsdestotrotz ist das natürlich etwas, dem man Rechnung tragen muss." Geprüft werde deshalb im Moment der Einsatz eines Röntgenbusses, um bei ukrainischen Geflüchteten Diagnosen zu ermöglichen.
- Nachrichtenagentur dpa