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Nawalnys Team hofft auf erfolgreiche Behandlung in Charité

Berlin  

Nawalnys Team hofft auf erfolgreiche Behandlung in Charité

26.08.2020, 10:33 Uhr | dpa

Nawalnys Team hofft auf erfolgreiche Behandlung in Charité. Das Charite-Logo an der Zentralen Notaufnahme

Das Charite-Logo an der Zentralen Notaufnahme. Foto: Christoph Soeder/dpa (Quelle: dpa)

Das Team des mutmaßlich vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny hofft weiter auf eine erfolgreiche Behandlung des Oppositionellen in der Berliner Universitätsklinik Charité. "Alexej ist jetzt in Sicherheit, er bekommt die bestmögliche Versorgung", schrieb sein Mitarbeiter und Vertrauter Leonid Wolkow am Mittwoch in einem Newsletter. "Das Schrecklichste ist vorbei und wir alle hoffen auf einen glücklichen Ausgang der Behandlung." Er könne aber über den Gesundheitszustand des 44-Jährigen nichts Neues mitteilen. Nawalny ist einer der bekanntesten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er liegt seit rund einer Woche im Koma.

Der Oppositionelle wird seit Samstag an der Berliner Klinik behandelt. Die deutschen Ärzte gehen nach einer Auswertung von klinischen Befunden davon aus, dass Nawalny vergiftet wurde. Zunächst wurde er in einem Krankenhaus in Omsk versorgt, dann kam er auf Drängen seiner Familie und seines Teams nach Deutschland.

Nawalny war in der vergangenen Woche in Sibirien unterwegs, um die Wahlen in einigen Regionen Russlands am 13. September vorzubereiten. Mit ihrer Strategie einer so bezeichneten "Klugen Abstimmung" will Nawalnys Team die Dominanz der Kremlpartei Geeintes Russland brechen. Dabei sollen die Wähler immer für den vielversprechendsten Kandidaten abstimmen, der nicht von der Kremlpartei kommt. Mit dieser Taktik war das Team auch schon in der Vergangenheit unerwartet erfolgreich.

"Jetzt, da Alexej vorübergehend aus dem Kampf ausgeschaltet wurde, ist es das Wichtigste, ihm so zu helfen", schrieb Wolkow, der Nawalnys Teams in den Regionen koordiniert. Wenn Nawalny wieder zum Team zurückkehre, werde er froh sein zu erfahren, dass seine Arbeit fortgesetzt wurde. "Keine Stimme für die Partei der Gauner, Diebe und Giftmischer!", schrieb Wolkow weiter.

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