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Corona-Regeln: Berliner dürfen noch in Polen einkaufen – Brandenburger nicht

Verwirrung um Corona-Regeln  

Berliner dürfen noch in Polen einkaufen – Brandenburger nicht

17.12.2020, 09:24 Uhr | t-online

Corona-Regeln: Berliner dürfen noch in Polen einkaufen – Brandenburger nicht. Verkaufsstände auf dem "Polenmarkt Hohenwutzen": Berliner können hier trotz Lockdowns einkaufen gehen.  (Quelle: imago images/f8 das Bild/Archivbild)

Verkaufsstände auf dem "Polenmarkt Hohenwutzen": Berliner können hier trotz Lockdown einkaufen gehen. (Quelle: f8 das Bild/Archivbild/imago images)

Brandenburger, die zum Einkaufen oder Tanken nach Polen fahren, müssen sich anschließend in Quarantäne begeben – Berliner allerdings nicht. Bei den Bürgern sorgt das für Verwirrung und Unverständnis. 

Günstige Zigaretten, Sprit oder Böller: Für viele Berliner und Brandenburger ist das Nachbarland Polen ein beliebtes Shoppingziel. Doch seit Mittwoch gilt in Deutschland der bundesweite Lockdown. Damit sind auch strenge Regeln für Einreisende aus Risikogebieten wie Polen in Kraft getreten. Brandenburger, die etwa vom Tanken oder Einkaufen aus dem Nachbarland heimkehren, müssen sich nun in eine zehntägige Quarantäne begeben – Berliner aber nicht. 

Diese Regelung sorgt bei vielen Bürgern für Verwirrung und Unverständnis. Denn während das Land Brandenburg den sogenannten "kleinen Grenzverkehr" durch die anschließende Quarantänepflicht weitgehend einschränkt, sind solche Auflagen in der aktuellen Berliner Infektionsschutzverordnung nicht zu finden.


Zwar wird Polen vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft, laut Paragraf 22 der Berliner Eindämmungsverordnung gilt diese Pflicht jedoch nicht, wenn sich eine Person weniger als 24 Stunden in einem Nachbarland aufgehalten hat. Berliner können somit auch weiterhin zum Einkaufen und Tanken nach Polen fahren. Brandenburger sind von der Quarantänepflicht hingegen nur als Berufspendler, Schüler, Studierende oder wegen eines Familienbesuches entbunden. 

Polenmarkt lockt Berliner an

Polnische Märkte und Läden setzen deshalb nun vor allem auf ihre Berliner Kundschaft. So wird etwa der "Polenmarkt Hohenwutzen" auch weiterhin dreimal täglich von Shuttle-Bussen aus Berlin angefahren. 

Unter einem Facebook-Post des Marktes zeigen sich viele User verärgert über die unterschiedlichen Corona-Auflagen. "Diskriminierung, sind Brandenburger mehr ansteckend oder was", fragt ein Nutzer. "Ich glaube, unsere Politiker sind jetzt völlig verblödet. Alles nur noch unlogisch", beschwert sich ein anderer. 

Wie der RBB berichtet, hatten sich beide Länder im Vorfeld der neuen Corona-Verordnungen abgesprochen und weitgehend gleiche Maßnahmen beschlossen. So erklärte die brandenburgische Landesregierung, dass auch die neuen Regeln zum Grenzverkehr eng mit Berlin abgestimmt worden seien. Ob die Auflagen in der Hauptstadt bewusst unterschiedlich ausfallen, wollte ein Senatssprecher gegenüber dem Nachrichtenportal zunächst weder bestätigen noch dementieren. 

Verwendete Quellen:

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