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Berlin: Antisemitischer Angriff – ehemaliger israelischer Soldat verletzt

Ehemaliger Soldat attackiert  

Antisemitischer Angriff in Berlin – 29-Jähriger verletzt

09.10.2021, 16:17 Uhr | t-online

Berlin: Antisemitischer Angriff – ehemaliger israelischer Soldat verletzt. Eine Berliner Polizeistreife im Einsatz (Archivbild): In der Hauptstadt hat es einen judenfeindlichen Angriff gegeben. (Quelle: imago images/Sabine Gudath)

Eine Berliner Polizeistreife im Einsatz (Archivbild): In der Hauptstadt hat es einen judenfeindlichen Angriff gegeben. (Quelle: Sabine Gudath/imago images)

Der Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt: Mitten in Berlin ist ein 29-jähriger Mann jüdischen Glaubens attackiert worden.

In Berlin-Lichtenberg ist am Freitagabend ein ehemaliger Soldat der israelischen Armee angegriffen worden. Gegen 21.50 Uhr ging der 29-jährige Berliner jüdischen Glaubens auf dem Archibaldweg zum S-Bahnhof Nöldnerplatz.

Vermutlich weil er einen Pullover mit dem Emblem der israelischen Verteidigungsstreitkräfte trug, wurde er dort von Unbekannten auf seinen Glauben angesprochen. Als er seinen Kopf in Richtung des Tatverdächtigen drehte, wurde er attackiert.

Der oder die Täter sprühten ihm Reizstoff ins Gesicht, stießen ihn zu Boden und flüchteten anschließend. Der Angegriffene konnte den Angaben zufolge nicht feststellen, ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Menschen handelte. In einem Geschäft konnte der 29-Jährige die Polizei alarmieren.

Antisemitischer Angriff in Berlin: Täter flüchten

Das Opfer musste von Rettungskräften ambulant behandelt werden. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen des Verdachts der politisch motivierten gefährlichen Körperverletzung.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, verurteilte den Angriff. "Wen jüdische Symbole oder auch Symbole des Staates Israel und seiner Institutionen zu antisemitischen Handlungen bringen, der hat in unserer Gesellschaft keinen Platz."

Nach Ansicht des Antisemitismus-Beauftragten des Landes Berlin, Samuel Salzborn, wurde zuletzt ein gesellschaftliches Klima sichtbar, "in dem Antisemitismus immer wieder verharmlost und verleugnet wird". In einem solchen Klima fühlten sich antisemitische Gewalttäter bestärkt, ihrem Denken antisemitische Taten wie am Freitag folgen zu lassen.

Verwendete Quellen:

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