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Grundschule erinnert mit "Stolperstein-App" an den Holocaust

Von dpa
24.01.2022Lesedauer: 2 Min.
"Stolperstein-App"
Die "Stolperstein-App" ist auf einem Smartphone ge├Âffnet. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Mit einer "Stolperstein-App" und einem Podcast erinnern Berliner Grundschulkinder an j├╝dische Opfer des Nationalsozialismus. "Es ist sehr wichtig, dass wir immer wieder an diese schreckliche Vergangenheit in unserem Land erinnern, und dazu habt ihr sehr viel beigetragen", sagte Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) am Montag zu Kindern der Grundschule am Teutoburger Platz in Prenzlauer Berg, wo sie sich ├╝ber das Projekt informiert hat.

Im Unterricht besch├Ąftigten sich die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler mit den Schicksalen verschiedener j├╝discher Familien in Berlin w├Ąhrend der NS-Diktatur. Genau dort, wo ihre Schule heute steht, lebte einst Familie Zeisler. Drei Stolpersteine vor der Schule erinnern an den jungen Daniel und seine Eltern Jetti und Josef Zeisler, die im Holocaust ermordet wurden. Drei ├Ąltere Geschwister, Herbert, Hilde und Rahel, schafften es, nach Israel und England zu fliehen.

Nicola Andersson kennt sich mit Geschichte genauso aus wie mit Programmieren. Um die Geschichte hinter den Stolpersteinen zu erz├Ąhlen, die in Berlin wie in vielen anderen Orten an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, entwickelte sie eine App. Die Lehrerin der Grundschule Steffi M├╝hlbauer h├Ârte davon und nahm Kontakt zu Andersson auf.

Gemeinsam mit den Grundschulkindern konnte M├╝hlbauer bereits Informationen zu f├╝nf Stolpersteinen in die App aufnehmen - und damit einen Blick in die Vergangenheit erm├Âglichen. Mit der Kamera des Smartphones wird der Stolperstein gescannt, dann lassen sich Informationen ├╝ber die Menschen abrufen, deren Namen auf der Oberfl├Ąche zu lesen sind.

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"Was ich besonders an der App mag, ist, dass sich jeder runterbeugen muss, um den Stolperstein zu scannen, das zeigt eine Art Respekt und erzeugt auch mehr Aufmerksamkeit", sagte Andersson. Au├čerdem m├╝sse der Stolperstein sauber sein, damit die App ihn erkennen kann.

M├╝hlbauer w├╝nscht sich, dass die App, die noch nicht erh├Ąltlich ist, mehr Verbreitung findet: "Es ist ein Bildungsprojekt, und wenn alle Schulen in Berlin mitmachen, werden viele Stolpersteine ihre Geschichte erz├Ąhlen und die Menschen auf besondere Weise durch unsere Stadt f├╝hren", sagte die Grundschullehrerin.

Zus├Ątzlich zum Stolperstein-Projekt f├╝hrten die Grundschulkinder Interviews mit der Holocaust-├ťberlebenden Eva Evans aus England. Aus diesen Gespr├Ąchen ist ein Podcast entstanden, der auch beim britischen K├Ânigshaus f├╝r Aufmerksamkeit sorgte. "Das gro├čartige Engagement, liebe Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, hat auch unsere K├Ânigin, Elizabeth II. gew├╝rdigt, und ich kann mich dem nur anschlie├čen", sagte der Sprecher der britischen Botschaft, Nicholas Wareham.

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