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Brexit: Bonn wird neuer Standort von EU-Wetterzentrum

Aufgrund des Brexits  

Bonn wird neuer Standort von EU-Wetterzentrum

09.12.2020, 14:13 Uhr | dpa

Brexit: Bonn wird neuer Standort von EU-Wetterzentrum. Blick auf Bonn: Die Bundesstadt wird neuer Sitz des EU-Wetterzentrums. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser/Archivbild)

Blick auf Bonn: Die Bundesstadt wird neuer Sitz des EU-Wetterzentrums. (Quelle: Rupert Oberhäuser/Archivbild/imago images)

Wegen des bevorstehenden Brexits braucht die EU-Wetterzentrale einen neuen Standort. Dieser wird ab 2021 die Bundesstadt Bonn sein. Bonn setzte sich gegen mehrere Städte durch.

In Bonn wird eine weitere internationale Organisation angesiedelt. Die Bundesstadt wird ab 2021 neuer Standort des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage mit rund 150 Mitarbeitern, wie das Bundesverkehrsministerium am Mittwoch mitteilte. Bonn setzte sich in der entscheidenden Wahlrunde gegen Barcelona durch.

Das Zentrum hat derzeit seinen Hauptsitz in Großbritannien und benötigt aufgrund des Brexits eine zusätzliche Niederlassung im Gebiet der EU. Von Bonn aus sollen künftig wesentliche Programme zur Beobachtung und Anpassung an der Klimakrise ausgeführt werden. Für den neuen Standort hatte es ursprünglich acht Bewerber gegeben.

"Riesenerfolg" für Bonn

Die Entscheidung fiel durch den Rat des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage, in dem die Vertreter der Mitgliedsländer sitzen.

Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) (Quelle: dpa/Christoph Soeder/Archivbild)Scheuer (CSU) sprach von einem Riesenerfolg: In Bonn könne auf höchstem Niveau die Wetter- und Klimaforschung vorangetrieben werden.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sprach von einem Riesenerfolg. In Bonn könne auf höchstem Niveau die Wetter- und Klimaforschung in Europa vorangetrieben werden. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte laut Mitteilung: "Die Entscheidung des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage für den Standort Bonn ist eine Entscheidung für Europa, Exzellenz und Vernetzung." Die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) sagte, der Erfolg der deutschen Bewerbung zeige, dass Bonn als internationaler UNO- und Wissenschaftsstandort weltweit eine hohe Attraktivität genieße.

Nach dem Teil-Umzug der Bundesregierung nach Berlin haben sich in Bonn zahlreiche internationale Organisationen angesiedelt, etwa die Vereinten Nationen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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