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Dresden: Olaf Scholz in Straßenbahn unterwegs – das plant der Bundeskanzler


Kanzler in Straßenbahn unterwegs
Das plant Olaf Scholz in Dresden

Von t-online, mgr

Aktualisiert am 29.02.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0301898057Vergrößern des BildesOlaf Scholz (Archivbild): Am Donnerstag möchte sich der Bundeskanzler ein Bild davon machen, wieso es die Demokratie stärkt, wenn man in der Straßenbahn über Krieg diskutiert. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)
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Der Bundeskanzler besucht Dresden. Nach einem Besuch bei den Elbe Flugzeugwerke möchte er sich eine Dreiviertelstunde in eine Straßenbahn setzen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist Freitagmittag in Dresden. Anlass des Besuchs ist ein Bürgergespräch. Eineinhalb Stunden möchte sich Olaf Scholz den Fragen von 150 Sachsen stellen. Davor steht jedoch ein Termin bei einem einzigartigen Demokratieprojekt an.

Seit 2019 werden Straßenbahn-Fahrgäste in Dresden immer wieder in Diskussionen über Themen wie Asyl, Krieg oder Klimawandel verwickelt. Die Gesprächsrunden mit den Fahrgästen sind Teil des Demokratie-Projekts "metro_polis", in dem Dresdner zum Beispiel während der Fahrt zur Arbeit ihre Meinungen austauschen sollen. "Je stärker die Themen polarisieren, umso besser", sagt Initiatorin Kristina Krömer im Gespräch mit t-online.

Die Idee dazu entstand, als der gesellschaftliche Diskurs in Dresden durch Bewegungen wie Pegida zunehmend schwieriger wurde – politische Gespräche teilweise ganz gemieden werden. Mit dem Projekt wollte Krömer beweisen, dass konstruktive Diskussionen auch dann möglich sind, wenn stark unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen.


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Teilweise entwickeln sich so gute Gespräche, dass Fahrgäste sitzen bleiben – selbst wenn sie ihre Haltestelle verpassen.


Kristina Krömer, Initiatorin von "metro_polis"


Um zu gewährleisten, dass die Gespräche konstruktiv bleiben, werden sie von Mitarbeitenden von "metro_polis" moderiert. "Schon ab zwei Stationen lohnt sich das Gespräch, weil schon in so kurzer Zeit klar wird, wie viel sich aus einem Gespräch ziehen lässt", so Krömer weiter. "Teilweise entwickeln sich so gute Gespräche, dass Fahrgäste sitzen bleiben – selbst wenn sie ihre Haltestelle verpassen."

Bundeskanzler Olaf Scholz zählt zu den prominentesten Befürwortern des Projekts, das er als "großartige Initiative, die wertvolle Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leistet", lobt. Es sei toll, dass es solche Gesprächsangebote wie das in Dresden gebe, sagte der Kanzler dann vor Ort. Das könnte man auch anderswo machen.

Gespräche mit Deutscher Bahn: Konzept soll auf ländlichen Raum ausgeweitet werden

In Leipzig gibt es seit September ein ähnliches Projekt. Um das Konzept auch in den sächsischen, ländlichen Raum zu tragen, gebe es Gespräche mit der Deutschen Bahn, so Krömer.

Mittlerweile ist "metro_polis" drei bis vier Mal in der Woche in verschiedenen Teilen der Stadt unterwegs. Das Team besteht aus sieben Personen. Bislang haben sie insgesamt etwa 560 Stunden in der Bahn verbracht und fast 5.700 Personen in Diskussionen einbezogen. Eine Fahrt dauert durchschnittlich dreieinhalb Stunden. Pro Stunde nehmen im Schnitt zehn Fahrgäste an den Gesprächen teil.

Verwendete Quellen
  • Telefonat mit Kristina Krömer, Initiatorin von "metro_polis"
  • Mitteilung der Dresdner Verkehrsbetriebe vom 23. Februar 2024
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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