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Verfassungsschutz: Rechtsextremisten zieht es nach Sachsen

Dresden  

Verfassungsschutz: Rechtsextremisten zieht es nach Sachsen

21.06.2021, 08:35 Uhr | dpa

Verfassungsschutz: Rechtsextremisten zieht es nach Sachsen. Dirk-Martin Christian

Dirk-Martin Christian spricht. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber Rechtsextremisten macht Sachsen aus Sicht des sächsischen Verfassungsschutzes zum Sammelort für Neonazis. "Es lässt sich zunehmend eine innerdeutsche Migration von Rechtsextremisten nach Sachsen beobachten - beispielsweise aus Nordrhein-Westfalen", sagte Behördenleiter Dirk-Martin Christian der "Leipziger Volkszeitung" (Montag). Dabei spielen demnach auch andere Faktoren eine Rolle: "Preiswerte Immobilien, auf dem Land auch eine gewisse Form von Abgeschiedenheit, eine gute Arbeitsmarktsituation sowie moderne Infrastruktur."

Es scheine jedoch dieses ein Problem zu sein: "Es wird sich vielfach nicht mehr von politischen Extremisten distanziert." Das zeige sich etwa bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik. "Den sonstigen Protest-Teilnehmern ist es inzwischen offenbar egal, dass sie zusammen mit Rechtsextremisten demonstrieren." Die mangelnde Abgrenzung vom Rechtsextremismus sei eine ernstzunehmende Gefahr. Kein Verfassungsschutz könne dieses Problem lösen.

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