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Essen: Kündigungswelle bei Thyssenkrupp? Konzern widerspricht Gerüchten


Verlieren 5.000 Mitarbeiter ihren Job?
Thyssenkrupp widerspricht Entlassungs-Spekulationen

Von t-online, jum

29.02.2024Lesedauer: 2 Min.
imago246328286Vergrößern des BildesArbeiter in Duisburg bei Thyssenkrupp (Archivfoto): Der Konzern hat Gerüchten um eine Kündigungswelle widersprochen. (Quelle: STEFAN AREND/imago-images-bilder)
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Droht Thyssenkrupp-Mitarbeitern eine Kündigungswelle? Grund zu dieser Annahme sind jüngste Äußerungen von Aufsichtsratschef Gabriel. Das Unternehmen widerspricht den Gerüchten jedoch.

Thyssenkrupp hat sich gegen aktuelle Berichte über Einschnitte bei der Stahltochter gewandt. Der Konzern reagierte am Mittwochabend auf einen Bericht des "Handelsblatts", wonach bei Thyssenkrupp Steel Europe mindestens 5.000 der 27.000 Arbeitsplätze wegfallen könnten. "Wir sind verwundert, über die im 'Handelsblatt' geäußerten Spekulationen", erklärte das Unternehmen.

Aufsichtsratschef Sigmar Gabriel hatte in einem jüngsten Interview mit der "WAZ" unter anderem gesagt, dass der Stahlvorstand derzeit Vorschläge für eine Neustrukturierung des Stahlbereichs erarbeite, die Mitte April mit der Mitbestimmung und den Gremien beraten würden. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Mutmaßungen über möglicherweise betroffene Aggregate Spekulation und im hohen Maße unseriös. So werden völlig unnötigerweise Ängste und Befürchtungen bei unseren Mitarbeitenden geschürt."

Das "Handelsblatt" hatte zudem berichtet, dass der Stahltochter drastische Einschnitte drohten. Der Vorstand von Thyssenkrupp Steel Europe arbeite an einem Konzept, das eine Schließung von mindestens einem Hochofen und zwei Walzwerken am Standort in Duisburg vorsehe, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Planungen beinhalteten derzeit einen Rückbau auf etwa acht bis neun Millionen Tonnen Produktionskapazität. Firmenintern laufe das Programm unter dem Namen "Stream".

Verhandlungen für Lösung bleiben bisher ohne Ergebnis

Thyssenkrupp erklärte, ein Projekt mit diesen Namen gebe es nicht. Der Konzern sucht seit Jahren eine Lösung für das konjunkturanfällige Stahlgeschäft. Vorstandschef Miguel Lopez führt seit Monaten Verhandlungen mit der EPH-Holding des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky über ein Stahl-Joint Venture – bislang ohne Ergebnis.

Stahl-Aufsichstratschef Gabriel hatte in dem Zeitungs-Interview darauf verwiesen, dass Steel Europe derzeit Produktionskapazitäten von jährlich knapp zwölf Millionen Tonnen habe, aber nur neun Millionen Tonnen verkaufe. "Es kann sicher nicht ausgeschlossen werden, dass bei Kapazitätsanpassungen auch ein Beschäftigungsabbau erfolgt", fügte er hinzu.

IG-Metall: "Das ständige Hin und Her muss ein Ende haben"

Auch die IG Metall fordert ein Gesamtkonzept für den Stahlbereich von der Konzernmutter. "Ob Verkauf, Beteiligung oder Verselbstständigung – es braucht endlich ein industrielles Konzept, das finanziell und strukturell abgesichert ist", sagte IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler am Dienstag in Düsseldorf. "Das ständige Hin und Her muss ein Ende haben."

IG Metall und Betriebsrat hätten zur Kenntnis genommen, dass der Steel-Vorstand ein Restrukturierungskonzept erarbeite, erklärte Giesler. "Das Problem ausschließlich bei Vorstand und Mitbestimmung des Stahlbereichs abzulegen, ist jedoch nicht akzeptabel." Die IG Metall halte weiterhin an ihrer Forderung einer Verselbstständigung des Stahlbereichs fest, "wenn die Rahmenbedingungen stimmen". Diese seien von der Konzernmutter herzustellen.

In der Stahlsparte des Konzerns Thyssenkrupp sind etwa 27.000 Menschen beschäftigt – davon rund 13.000 allein in Duisburg.

Verwendete Quellen
  • Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters
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