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Universität Duisburg-Essen: Warnung an Studenten – Bücher mit Arsen verseucht


18.000 Werke betroffen?
Bücher mit Arsen verseucht – Uni warnt Studenten vor Gift

Von t-online, jum

Aktualisiert am 29.02.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 136437107Vergrößern des BildesRegale voller Bücher: Viele der betroffenen Werke befinden sich nach Angaben der UDE nicht im Präsenzbestand der Bibliotheken. (Quelle: Ralph Lueger via www.imago-images.de/imago-images-bilder)
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Die Universität Duisburg-Essen überprüft derzeit rund 18.000 Werke aus ihrem Bibliotheksbestand auf eine Belastung mit Arsen. Der Farbstoff gilt als giftig und krebserregend.

Waren Studierende der Universität Duisburg-Essen (UDE) jahrelang einer unsichtbaren Gefahr ausgesetzt? In den Bibliotheken der beiden Universitäten könnten sich giftige Bücher und Zeitschriften befinden. Das vermeldet die UDE selbst auf ihrer Internetseite.

Demnach seien derzeit viele Bibliotheken mit einem ernstzunehmenden Thema konfrontiert: Bücher und Zeitschriften aus dem 19. Jahrhundert seien häufig mit Arsen verseucht. Grund dafür sei die Produktion der Werke gewesen, bei welcher der heute als schädlich eingestufte Stoff zum Einsatz gekommen war.

Auch der Bestand der Universitätsbibliotheken auf dem Campus Essen sowie dem Campus Duisburg könnten davon betroffen sein, heißt es. Aus diesem Grund habe die UDE rund 18.000 Bücher und Zeitschriftenbände aus der entsprechenden Zeit zunächst für die Ausleihe gesperrt. "Wie viele der 18.000 Bände tatsächlich betroffen sind, wissen wir zurzeit noch nicht. Vermutlich werden es nur wenige Prozent sein", betont Dr. Andreas Sprick, stellvertretender Bibliotheksdirektor.

Betroffene Werke werden umgehend entfernt

Zur Mehrzahl der potenziell betroffenen Bände hätten die Studierenden ohnehin keinen Zugang, da sie sich in einem internen Magazin befänden, ergänzt er. Dennoch werden diese nun auf eine Arsenbelastung hin untersucht. "Die wenigen Bücher aus diesem Erscheinungszeitraum, die im Freihandbestand in den Regalen sind, überprüfen wir aktuell auf die Gefährdungsmerkmale hin. Im Zweifel entfernen wir sie umgehend aus dem Freihandbereich und lagern sie ein", so Sprick.

Personen, die in der Vergangenheit Bücher und Zeitschriften aus dem 19. Jahrhundert ausgeliehen haben, werden umgehend über die Gefahr informiert, heißt es auf der Internetseite der UDE. Ihnen werde mitgeteilt, wie sie sich im Umgang mit den Büchern verhalten sollten.

Zu einer möglichen Gefährdung könne es kommen, wenn Bände mit Grünschnitt angefasst und zum Umblättern der Seiten die Finger mit der Zunge angefeuchtet werden, Staub auf den Bänden möglicherweise Arsen enthalte und eingeatmet werde oder durch das Anfassen der Bände Arsen in die Augen gerate, erklärt die UDE weiter.

Noch keine offizielle Handlungsempfehlung zum Umgang

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu der Thematik lägen demnach erst seit kurzer Zeit vor. Eine offizielle Regelung oder Handlungsempfehlung zum Umgang mit der Gefährdung gebe es daher noch nicht.

Arsen gilt als giftig und krebserregend. Es kommt vorwiegend in grünen Farbstoffen vor, weshalb vor allem Bücher mit grünen Einbänden oder ähnlichen Kennzeichen aus dem 19. Jahrhundert als verdächtig eingestuft werden. Bücher mit Ledereinbänden seien laut UDE hingegen nicht betroffen.

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