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Hessen | 55 Hektar Wald in Flammen: Zug löst Flächenbrand aus


Mehrere große Waldbrände in Hessen: Zug löst Flächenbrand aus

Von dpa, pb

Aktualisiert am 15.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen: Der Verkehr auf der Bahnstrecke kam zum Erliegen.Vergrößern des BildesFeuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen: Der Verkehr auf der Bahnstrecke kam zum Erliegen. (Quelle: 5Vision)
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Hartes Wochenende für die Feuerwehren in Hessen: An mehreren Stellen brennt der Wald auf insgesamt über 50 Hektar

Auf der Bahnstrecke zwischen Maintal und Hanau-West im Main-Kinzig-Kreis kam es am Sonntag zu mehreren Flächenbränden. Wahrscheinlich seien die Feuer durch Funkenflug beim Bremsvorgang eines Zuges ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hanau. Auf einer Strecke von zwei bis drei Kilometern hätten sich am Mittag mehrere Brände entzündet, der größte davon auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern.

"Das ging teilweise ineinander über", so der Sprecher. Das Feuer drohte demnach, auf Häuser überzugreifen. Dies konnte aber verhindert werden. Gegen 21 Uhr seien die Brände unter Kontrolle gewesen.

Den Angaben nach gab es vier große Einsatzstellen. Es seien Büsche und Gestrüpp in Brand geraten. Insgesamt habe es auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern gebrannt, sagte der Sprecher.

Dies war nicht der einzige Einsatz: In Hessen musste die Feuerwehr am Wochenende gegen gleich mehrere große Waldbrände ankämpfen – insgesamt waren rund 55 Hektar Wald betroffen.

Neben dem Brand an der Bahnstrecke im Main-Kinzig-Kreis gab es weitere Brände: Bei Haiger und Dillenburg fraßen sich die Flammen im Lahn-Dill-Kreis durch 33 Hektar. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg brannte es auf einem ehemaligen Militärgelände. Weit mehr als 1.000 Feuerwehrleute konnten die Feuer bis Sonntag unter Kontrolle bringen, wobei mehrere verletzt wurden.

Bei Haiger und Dillenburg beschäftigten zwei Brandstellen die Einsatzkräfte, teilweise in schwer zugänglichem Gelände. In einem Fall drohten die Flammen wegen starker Hanglage bergab auf Wohnhäuser zuzulaufen, die Feuerwehr konnte ein Übergreifen aber verhindern, wie eine Sprecherin des Kreises sagte.

Am Sonntag lief noch die Suche nach Glutnestern, auch mithilfe von Forstarbeitern. In der Spitze seien am Samstag rund 1.000 Feuerwehrleute aus dem gesamten Umkreis sowie zwei Löschhubschrauber im Einsatz gewesen, sagte die Sprecherin.

Mehrere Feuerwehrleute wurden leicht verletzt. Der Einsatz sollte über Nacht und mindestens am Montag tagsüber andauern. Wichtig sei, dass es möglichst windstill bleibe. Starker Wind hatte am Samstag die Löscharbeiten erschwert, es bildeten sich immer neue Glutnester.

Die Feuerwehr war seit Freitagnachmittag vor Ort, nachts wurden Brandwachen eingesetzt. Der Rauch war weithin zu sehen – bis ins angrenzende Nordrhein-Westfalen. Anwohner sollten bei Bedarf die Fenster und Türen geschlossen halten, der Bereich sollte weiträumig umfahren werden.

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Munition im Boden erschwert Löscharbeiten

Hunderte Feuerwehrleute kämpften zudem gegen einen Brand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots bei Münster (Kreis Darmstadt-Dieburg). Das Feuer sei auf rund 20 Hektar begrenzt worden und unter Kontrolle, es müssten aber noch Brandnester gelöscht werden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntag. Mindestens bis Montag müsse der Boden weiter beregnet werden, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Wegen auf dem Gelände lagernder Munitionsreste könnten die Feuerwehrleute den Brand hauptsächlich nur von außen bekämpfen. Zwischenzeitlich seien Knallgeräusche zu hören, wenn Munition hochgehe, berichtete der Sprecher. 20 Feuerwehrleute hätten zwischenzeitlich wegen Hitzefolgen oder Erschöpfung vom Rettungsdienst behandelt werden müssen.

Das Feuer war am Samstagnachmittag ausgebrochen, das Löschen dauerte dem Sprecher zufolge auch die gesamte Nacht zum Sonntag. Zwei Löschhubschrauber halfen mit, einen davon stellte die Bundeswehr.

Zur Brandbekämpfung waren Feuerwehren aus drei Bundesländern im Einsatz, auch aus Baden-Württemberg und Bayern. Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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