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Pogromnacht: Frankfurt gedenkt der Opfer nationalsozialistischer Gewalt


Frankfurt gedenkt der frühen Opfer nationalsozialistischer Gewalt

Von t-online, sfk

Aktualisiert am 10.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Westendsynagoge: Die größte Synagoge Frankfurts ist das Zentrum jüdischen Gemeindelebens in der Stadt.Vergrößern des BildesWestendsynagoge: Die größte Synagoge Frankfurts ist das Zentrum jüdischen Gemeindelebens in der Stadt. (Quelle: IMAGO / epd/imago images)
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In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden deutschlandweit Synagogen in Brand gesetzt. In Frankfurt wurden über 1000 Juden ermordet und verschleppt. Um an diesen Tag zu erinnern, finden verschiedene Gedenkveranstaltungen statt.

Im Jahr 1938 erreichte die gewaltsame Verfolgung von Juden in Deutschland einen ersten Höhepunkt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden auf Befehl der Nationalsozialisten in ganz Deutschland Läden und Wohnungen jüdischer Bürger zerstört, Synagogen in Brand gesetzt. Allein in Frankfurt wurden in der Pogromnacht mehr als 1.000 Juden verhaftet, an Ort und Stelle ermordet oder in Konzentrationslager deportiert. Auch die größte Synagoge Frankfurts fiel den Nationalsozialisten zum Opfer. Um an diese Ereignisse zu erinnern und die Verstorbenen zu würdigen, finden einige Gedenkveranstaltungen in der Stadt statt.

Gedenkstunde in der Paulskirche

Die Stadt Frankfurt lädt am Donnerstag, 9. November, um 14.30 Uhr zu einer Gedenkstunde in die Paulskirche. Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) wird die Gäste begrüßen. Anschließend soll es eine Ansprache von Marc Grünbaum, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, und eine Podiumsdiskussion zum Thema "Gedenken an die Pogromnacht – Perspektiven junger Menschen" geben. Cornelia Rühlig von der Margit-Horváth-Stiftung moderiert die Veranstaltung. Wer an der Gedenkstunde teilnehmen will, kann sich bis Mittwoch Einlasskarten in der Bürgerberatung, Hinter dem Lämmchen 6, abholen. Diese ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Gedenkstunde in der Westend-Synagoge

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt veranstaltet ebenfalls eine Gedenkstunde anlässlich der 85. Wiederkehr der Synagogenzerstörungen. Sie findet am 9. November um 18.30 Uhr in der Westend-Synagoge statt. Rabbiner Avichai Apel und Rabbiner Julian-Chaim Soussan werden Gebete sprechen. Zudem wird Salomon Korn, Vorsitzender des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, eine Ansprache halten. Auch Oberbürgermeister Mike Josef, der Ministerpräsident des Landes Hessen, Boris Rhein (CDU), und der Schriftsteller Bernhard Schlink werden sprechen.

Führung am Vorabend des Jahrestages der Pogromnacht

Am Vorabend des Jahrestages der Pogromnacht können Interessierte an einer Tour durch das Frankfurt der Nazi-Diktatur mit Historiker Alexander Ruhe teilnehmen. Besucher erfahren während der Tour von der Gleichschaltung oder von der Euthanasie des Frankfurters Joseph Mengele. Außerdem gibt es Informationen zu diversen Stolpersteinen, die vor den Häusern ermordeter Juden zu finden sind. Die Tour informiert zudem über die Judenverfolgung in der Stadt oder auch über die Swingjugend. Sie beginnt auf dem Römer und geht über Sachsenhausen, Richtung jüdischer Friedhof und das Klapperfeld und dauert etwa zwei Stunden. Interessierte können online Tickets buchen.

Verwendete Quellen
  • Jüdische Gemeinde Frankfurt
  • Stadt Frankfurt
  • Frankfurter Stadtevents
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