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Frankfurt: Polizei verhindert mögliche Amok-Tat – 53-Jähriger festgenommen

Per Brief angekündigt  

Polizei verhindert mögliche Amok-Tat in Frankfurt – Festnahme

20.07.2021, 13:45 Uhr | dpa, t-online

Frankfurt: Polizei verhindert mögliche Amok-Tat – 53-Jähriger festgenommen. Die sichergestellten Schwerter: Ein 53-Jähriger hatte ein ganzes Waffenarsenal, mit dem ein Anschlag hätte durchgeführt werden können. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main)

Die sichergestellten Schwerter: Ein 53-Jähriger hatte ein ganzes Waffenarsenal, mit dem ein Anschlag hätte durchgeführt werden können. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main)

Die Frankfurter Polizei hat möglicherweise einen Anschlag verhindert. Ein 53-Jähriger hatte in einem Schreiben angekündigt, eine derartige Tat zu begehen. Die Polizei fand bei dem Mann ein regelrechtes Waffenarsenal.

Mit der Festnahme eines 53 Jahre alten Mannes in Frankfurt ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ein angekündigter Anschlag verhindert worden. Der Mann, der in der Vergangenheit wiederholt wirr klingende Schreiben vor allem an hessische Behörden und Gerichte versandt haben soll, sei auf einem Gartengrundstück in Frankfurter Norden festgenommen worden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag.

Bei der Durchsuchung des Grundstücks konnten Gas- und Luftdruckwaffen, eine Armbrust, Dolche, Schwerter und sonstige Gegenstände sichergestellt werden, die für einen Anschlag geeignet seien, hieß es. Der Mann habe zuletzt in seinen Schreiben angekündigt, am 20. Juli einen nicht näher bezeichneten Anschlag begehen zu wollen. Angesichts des sichergestellten Waffenarsenals gehen die Ermittler davon aus, eine mögliche Amok-Tat verhindert zu haben.

Gasdruckwaffen: Die Polizei fand diese auf dem verwahrlosten Gelände. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main)Gasdruckwaffen: Die Polizei fand diese auf dem verwahrlosten Gelände. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main)

Mögliche Zugehörigkeit zur "Reichsbürger-Szene"

Der Aufenthaltsort des Mannes war längere Zeit unbekannt gewesen. Den Ermittlern des zuständigen Staatsschutzkommissariats gelang es nach dem eingegangenen Schreiben jedoch zeitnah, den Standort des Verdächtigen ausfindig zu machen.

In seinen Schreiben hatte er sich den Angaben zufolge über angebliche Ungerechtigkeiten staatlicher Stellen beschwert. "Die in den Schreiben verwendeten Begriffe, ihre Diktion sowie ihre Aufmachung deuteten dabei auf eine geistige Verwirrtheit und auf eine Nähe zur sogenannten 'Reichsbürger- und Selbstverwalterszene' hin", hieß es.

Ob er der Szene tatsächlich angehörte, war zunächst offen. Seit Freitag sei der Mann in Untersuchungshaft wegen des Vorwurfs der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

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