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Macht Hamburgs Kult-Club "Docks" zu? Nach Corona-Verschwörungen vor dem Aus


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Legendärer Musik-Klub in Hamburg vor dem Aus?

Von t-online, mkr

Aktualisiert am 06.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Der Hamburger Livemusik-Klub Docks an der Reeperbahn: Bleiben die Türen für immer geschlossen? (Quelle: HANNO BODE via www.imago-images.de)
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Mit Verschwörungstheorien stellten die Betreiber den Hamburger Kult-Klub Docks ins Abseits. Nun könnte sein Aus endgültig besiegelt sein.

Verschwindet der legendäre Musik-Klub Docks bald endgültig von der Reeperbahn? Wie die "Hamburger Morgenpost" (Mopo) aus "bestens informierten" Politikerkreisen erfahren haben will, bemühen sich die Betreiber des Livemusik-Klubs am Spielbudenplatz um eine vorzeitige Beendigung des Pachtvertrages mit der Stadt.

Im Docks spielten schon Künstler wie David Bowie, die Red Hot Chili Peppers, Black Sabbath oder deutsche Musikgrößen wie Peter Maffay und Die Ärzte. Doch in der Pandemie verlor der Klub an Popularität, weil die Betreiber den Laden mit Schwurbelplakaten behängten und durch Corona-Verschwörungstheorien auffielen.

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Das Docks hat in der Pandemie "Wandzeitungen" aufgehängt, mit denen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung demonstriert wurde. (Quelle: HANNO BODE via www.imago-images.de)

Hamburg: Veranstalter haben sich vom Docks abgewendet

Seitdem wird das Docks in der Szene isoliert. Mehrere große Veranstalter, darunter FKP Skorpio und die Karsten Jahnke Konzertdirektion, boykottieren bis heute die Kulturinstitution. Im diesjährigen Kalender des Clubs finden sich nur wenige hochkarätige Veranstaltungen – zu den namhafteren gehörte Rapperin Katja Krasavice, die im September mit ihrem Auftritt für Aufsehen sorgte.

Auch wurde die Docks-Geschäftsführerin, Susanne Leonhard, als Vorsitzende aus dem Klubkombinat geworfen. Der Verein versteht sich als Sprachrohr der Hamburger Klubs, Veranstalter und Konzertagenturen und zählt fast 200 Mitglieder.

Stadt und Betreiber verweigern Stellungnahme

Offiziell will sich die Stadt noch nicht zu einem mögliches Aus des Docks äußern. Die Kulturbehörde wolle die Nachricht auf Rückfrage der "Mopo" weder bestätigen noch dementieren, heißt es. Stattdessen werde auf die Sprinkenhof GmbH verwiesen, die für das Gebäude am Spielbudenplatz 19 zuständig ist.

Von dort heißt es auf Nachfrage, dass man die Vertragslaufzeit mit den Betreibern "nicht ohne Zustimmung des Vertragspartners" kommunizieren wolle, "da dies als Vertragsbestandteil dem Geschäftsgeheimnis unterliegt". Sowohl Leonhard als auch Docks-Inhaber Karl-Hermann Günther äußern sich ebenfalls nicht.

Was passiert mit dem Docks?

Wie die Zukunft des legendären Musik-Klubs aussieht, bleibt also vorerst offen. Sollte der Pachtvertrag tatsächlich vorzeitig beendet werden, dürfte ein Nachmieter nach Einschätzung der "Mopo" nicht schwer zu finden sein. Bereits 2010, als der vorherige Vertrag zwischen der Stadt und dem Docks auslief, habe es zahlreiche Interessenten gegeben.

Für den Klub Große Freiheit 36, der zuletzt ebenfalls Günther gehörte, ist inzwischen ein neuer Betreiber gefunden worden. Diese haben sich ausdrücklich von den sogenannten Wandzeitungen distanziert, "welche von den vorherigen Betreibern zur Verbreitung von politischen Meinungsäußerungen genutzt wurden", wie es in einem im August veröffentlichten Statement heißt. In der Hamburger Klubszene wurde diese Nachricht optimistisch und mit Hoffnung aufgenommen (hier lesen Sie mehr dazu).

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Verwendete Quellen
  • mopo.de: "Musik-Tempel vor dem Aus: Macht das Docks für immer dicht?" (kostenpflichtig)
  • docks-prinzenbar.de: Veranstaltungskalender des "Docks"
  • grossefreiheit36.de: Webseite der "Großen Freiheit 36"
  • Eigene Recherchen
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