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Streik legt Bahn- und Flugverkehr lahm: Was Hamburger wissen müssen


Streik im Bahn- und Flugverkehr: Was Hamburger wissen müssen


Aktualisiert am 20.04.2023Lesedauer: 2 Min.
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Ein leerer Bahnsteig in Hamburg: Auf der Anzeigetafel wird auf den EVG-Streik hingewiesen.Vergrößern des Bildes
Ein leerer Bahnsteig in Hamburg (Archivbild): Auf der Anzeigetafel wird auf den Streik der EVG hingewiesen. (Quelle: Jannis Große)

Am Freitag ruft sowohl Verdi als auch die Gewerkschaft EVG zum Streik auf. Was zu den Auswirkungen am Flughafen und bei der Bahn in Hamburg bisher bekannt ist.

Reisende aus Hamburg müssen sich ab Mittwoch auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen. Bereits ab Mittwochabend wird der Hamburger Flughafen durch einen zweitägigen Verdi-Streik an der Sicherheitskontrolle lahmgelegt.

Ab dem frühen Freitagmorgen sind zudem alle Mitarbeitenden der Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG) aufgerufen, die Arbeit für mehrere Stunden niederzulegen. Das hat neben dem Fern- und Regionalverkehr auch Auswirkungen auf die Hamburger S-Bahn. Hintergrund der erneuten Streiks sind Lohnforderungen.

Alle Abflüge aus Hamburg gestrichen – auch Ankünfte betroffen

Von Mittwoch, 22 Uhr, bis Freitag, 21. April, 23 Uhr, seien "keine regulären Abflüge möglich", heißt es auf der Website des Hamburger Airports. 152 Abflüge am Donnerstag und 156 Abflüge am Freitag müssen durch die Streiks in der Sicherheitskontrolle gestrichen werden oder finden ohne Passagiere statt.

Auch ankommende Flieger sind betroffen. Zum jetzigen Zeitpunkt seien über 30 Ankünfte am Donnerstag und einzelne Landungen für Freitag gestrichen worden, teilte die Flughafengesellschaft am Mittwoch mit. Weitere Streichungen und Verspätungen seien nicht auszuschließen.

Fluggäste werden gebeten, sich über ihren Flugstatus auf dem Laufenden zu halten und gegebenenfalls Kontakt zu ihrer Airline oder dem Reiseveranstalter aufzunehmen.

S-Bahn Hamburg rechnet mit "massiven Einschränkungen"

Ein Sprecher der S-Bahn Hamburg kündigte für Freitagmorgen "massive Einschränkungen" im Betriebsablauf an. Die EVG habe alle Mitarbeitenden aufgerufen, sich von 3 bis 11 Uhr dem Streik anzuschließen.

Das betreffe nicht nur Lokführer, sondern auch Fahrdienstleiter, die die Signale und Weiche stellen, betont der Bahnsprecher. Deshalb wisse die Deutsche Bahn erst am Freitagmorgen, "welche Strecken bedient werden und welche nicht".

Fahrgäste können sich über die gängigen Apps über die Einschränkungen auf dem Laufenden halten. Generell ist zu empfehlen, auf eine S-Bahn-Fahrt in den Morgenstunden zu verzichten. Auch am Freitagnachmittag werde noch mit Einschränkungen zu rechnen sein, warnte die S-Bahn auf Twitter.

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Erixx- und Metronom-Züge müssen stehen bleiben

Die Unternehmen Erixx und Metronom geben online Entwarnung und schreiben, dass sich ihre Mitarbeiter nicht am Streik beteiligen. Sie räumen jedoch ein, dass es durchaus zu Verzögerungen, Verspätungen oder Ausfällen kommen kann, da sie auf die Fahrdienststellen der DB Netz AG angewiesen sind. "Reisende sollten auf Fahrten an diesem Freitagvormittag verzichten und auch mit Einschränkungen bis in den Abend hinein rechnen", teilt eine Sprecherin mit.

Fahrgäste können sich über die Unternehmenswebsite informieren, welche Züge durch Busse ersetzt werden. Das sei jedoch nur in Einzelfällen möglich. Betroffen sind die Züge RE83 Lüneburg - Lübeck - Kiel, RB84 Lübeck-Kiel, RE3/RB31 Hamburg - Lüneburg - Uelzen und RE4/ RB41 Bremen - Rotenburg - Hamburg.

Hamburger Hochbahn: Betrieb läuft ohne Einschränkungen

S-Bahn-Passagiere können, wenn möglich, am Freitag auf die U-Bahn umsteigen. Die Hochbahn hat im Frühjahr ihre Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi abgeschlossen. Deswegen wirkt sich der EVG-Streik nicht auf das Unternehmen aus. Busse und U-Bahnen verkehren laut Fahrplan.

Für Reisende in Hamburg und in Schleswig-Holstein, wo an diesem Wochenende die Osterferien zu Ende gehen, dürfte die Lage dennoch besonders schwierig werden. Mit dem bundesweiten Warnstreik bei der Deutschen Bahn und mehreren Dutzend weiteren Bahnunternehmen will die Gewerkschaft im laufenden Tarifstreit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung des Hamburg Airports vom 19. April 2023 (per Mail)
  • Telefonat mit Pressesprecher der S-Bahn Hamburg
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Pressemitteilung der Metronom Eisenbahngesellschaft vom 19. April 2023 (per Mail)
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