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Einbruchserie im Hamburger Hafen: Mittlerweile schon 40 Festnahmen


Hoher "Verschleiß menschlichen Materials"
Hamburger Hafen-Krimi: Mittlerweile 40 Festnahmen

Von t-online, pb

Aktualisiert am 29.06.2023Lesedauer: 2 Min.
Containerterminal Altenwerder (Symbolfoto): Jedes Jahr werden hier Millionen Container umgeschlagen. In einem versteckt sich wohl ein großes Drogenlager.Vergrößern des BildesContainerterminal Altenwerder (Symbolfoto): Jedes Jahr werden hier Millionen Container umgeschlagen. In einem versteckt sich wohl ein großes Drogenlager. (Quelle: Chris Emil Janssen)
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Wo ist der Container, den alle haben wollen? Das bleibt ein Rätsel. Ominöse Hintermänner schicken nachts ihre Leute auf die Suche. Der Zoll steht vor einem Rätsel.

Die abenteuerliche Suche nach einem mutmaßlichen Drogenversteck im Hamburger Containerterminal Altenwerder hört nicht auf: In der Nacht zu Mittwoch hat die Hamburger Polizei laut dem NDR erneut vier Männer festgenommen, die sich in der Nacht über den Zaun zu den Tausenden Transportboxen aufmachen wollten.

Damit steigt die Zahl der unbefugten Personen auf dem Hafengelände seit dem 10. Juni auf rund 40 an. Fast alle stammen aus den Niederlanden. Seit etwas mehr als zwei Wochen liefern sich Polizei, Zoll und vermutlich eine Drogengang ein Katz-und-Maus-Spiel in Altenwerder. Ein Sprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg sagte: "Die Vermutung ist, dass die Personen auf dem Gelände nach einem bestimmten Container suchen."

Nur welchen, das weiß niemand so genau. Vermutet wird, dass sich in dem rätselhaften Container eine große Drogenladung aus Südamerika im Millionenwert befindet. Auf dem weitgehend automatisierten Terminal werden nach Angaben der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) jährlich mehrere Millionen Container umgeschlagen.

Einige wenige davon nutzen Schmuggler, um Drogen von Südamerika nach Europa zu bringen. Deshalb suchen auch Polizei und Zoll nach dem oder den Containern, die die Drogenmafia offenbar vermisst. Der Zoll kann nicht alle Container kontrollieren. "Das ist faktisch nicht möglich", sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes. Die Kapazität der Containerprüfanlage im Hafen sei begrenzt. Eine händische Durchsuchung ergebe wenig Sinn, weil raffinierte Verstecke dabei kaum entdeckt werden könnten.

Wieso suchen so viele Männer nach dem Container?

Warum die Täter seit mehr als zwei Wochen immer wieder versuchten, auf das Gelände einzudringen, konnte der Sprecher nicht sagen. Der "Verschleiß menschlichen Materials" sei den Hinterleuten offenbar egal. Das Zollfahndungsamt und das Landeskriminalamt Hamburg kooperieren im Rahmen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift.

Der Hamburger Hafen ist für die Zollfahnder immer wieder ein Ermittlungsschwerpunkt: Sie beschlagnahmten im vergangenen Jahr insgesamt 9,5 Tonnen Kokain, wobei die größten Funde im Hafen gemacht wurden. Ende Januar 2022 entdeckten die Beamten in einem Container, der mit Bananen aus Ecuador beladen war, über 2,6 Tonnen der Droge.

Laut einem UN-Bericht haben sich die Niederlande, Belgien und Deutschland zu den wichtigsten Import-Drehscheiben für Kokain in Westeuropa entwickelt. Die Nordseehäfen Antwerpen, Rotterdam und Hamburg haben die traditionellen Einfuhr-Destinationen in Spanien und Portugal inzwischen in den Schatten gestellt, so das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) im März in Wien.

Verwendete Quellen
  • ndr.de: Einbruchserie im Hamburger Hafen: Schon rund 40 Festnahmen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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