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Abschiebe-Flug von Hamburg: 17 Asylbewerber in den Irak geflogen


In den Irak
Abschiebeflug startet vom Hamburger Flughafen

Von t-online, mkr

11.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Die Maschine der Fluggesellschaft "Freebird": Die Asylbewerber wurden unter Polizeischutz zum Flugzeug gebracht.Vergrößern des BildesDie Maschine der Fluggesellschaft "Freebird": Die Asylbewerber wurden unter Polizeischutz zum Flugzeug gebracht. (Quelle: Citynewstv)
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Von Hamburg aus startete ein Charterflug mit abgelehnten Asylbewerbern in Richtung Irak. Zeitgleich gab es Proteste gegen die Abschiebeaktion.

Über den Hamburger Flughafen sind am Dienstagmorgen mehrere Personen in den Irak abgeschoben worden. Ein Charterflug der türkischen Fluggesellschaft "Freebird" hob gegen 10 Uhr mit 17 abgelehnten Asylbewerbern ab, wie ein Sprecher des zuständigen Landesamtes für Zuwanderung und Flüchtlinge in Neumünster sagte. Neben Schleswig-Holstein waren den Angaben zufolge auch weitere Bundesländer beteiligt.

Weitere Details nannte der Sprecher nicht. Wie ein Reporter vor Ort berichtet, fand die Aktion unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Demnach wurden die Personen unter Begleitung von Polizisten mit einem Bus zu einem separaten Hangar gebracht, wo das Flugzeug zuvor positioniert worden war.

Initiative protestiert gegen Abschiebung am Hamburger Flughafen

Zeitgleich protestierten etwa 15 Personen vor dem Terminal 1 gegen die Abschiebung. Sie hielten Plakate hoch und riefen Slogans wie "Migration ist ein Menschenrecht". Die Demonstration wurde von der Gruppe "Stoppt Deportation Hamburg" organisiert. Wie ein Sprecher der Polizei Hamburg dem "Abendblatt" sagte, seien zunächst 20 bis 30 Teilnehmer erwartet worden. Die Versammlung habe sich gegen kurz vor 11 Uhr friedlich aufgelöst.

Die Initiative "Stop Deportations" kritisiert die verschärfte Abschiebepraxis der Bundesregierung. Sie fordert einen sofortigen Stopp aller Abschiebungen vom Hamburger Flughafen. Die Hansestadt will sich auf der nächsten Innenministerkonferenz (IMK) für eine Abschiebung schwerkrimineller Ausländer nach Syrien und Afghanistan einsetzen.

Im Februar hatte die Regierung das Rückführungsverbesserungsgesetz beschlossen. Dieses Gesetz erleichtert die Abschiebehaft und erlaubt mehr nächtliche Abschiebungen. "Abschiebungen bedeuten immer eine zutiefst rassistische und gewaltvolle Praxis. Alle Menschen müssen selbst entscheiden können, wo und wie sie leben möchten", sagte Laura Kobel von der Initiative "Stop Deportations".

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Anfrage beim Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge Schleswig-Holstein
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