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Corona-Krise in Hamburg: Anfragen nach Hunden in Tierheimen steigen

In Corona-Krise  

Mehr Anfragen nach Hunden in Hamburger Tierheim

25.05.2020, 14:31 Uhr | dpa

Corona-Krise in Hamburg: Anfragen nach Hunden in Tierheimen steigen. Ein Hund steht in seinem Zwinger: Im Tierheim an der Süderstraße leben derzeit wenige Hunde. (Quelle: dpa/Symbolbild/Christian Charisius)

Ein Hund steht in seinem Zwinger: Im Tierheim an der Süderstraße leben derzeit wenige Hunde. (Quelle: Symbolbild/Christian Charisius/dpa)

In Deutschlands zweitgrößtem Tierheim in Hamburg ist die Nachfrage nach Hunden in Zeiten der Corona-Krise höher. Trotzdem finden nicht mehr Tiere ein neues Zuhause.

Beim Hamburger Tierheim haben in den vergangenen Wochen zwar die Anfragen nach Hunden leicht zugenommen, die Vermittlungszahlen änderten sich allerdings kaum. Da habe sich die leicht erhöhte Nachfrage nicht bemerkbar gemacht, sagte Sprecher Sven Fraaß der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Dennoch leben derzeit weniger Hunde in Deutschlands zweitgrößtem Tierheim. "Der Bestand ist niedriger, weil wir viele Hunde an andere Tierheime abgeben konnten."

So wurden vor allem Hofhunde und sogenannte Listen-Hunde, wie beispielsweise Pitbull-Terrier, an Tierheime in anderen Bundesländern gegeben. Also Tiere, die hier aufgrund der städtischen Enge oder der strengen Gesetze kaum vermittelt werden.

"Hamburg hat ein sehr strenges Hundegesetz. Die Anschaffung beispielsweise eines Pitbulls ist deshalb de facto nicht möglich, beziehungsweise mit so strengen Auflagen verknüpft, dass es für die Hunde auch nicht schön ist."

Corona-Krise könnte sich auch auf Tierheime auswirken

Derzeit leben 151 Hunde im Hamburger Tierheim in der Süderstraße. Vor einem Jahr um diese Zeit waren es 177. Fraaß und seine Kollegen gehen davon aus, dass Corona-bedingt bald mehr Tiere abgegeben werden könnten. "Wir rechnen damit, dass das noch steigen wird – die Abgabezahlen und vielleicht auch die Aussetzungen." Gründe dafür könnten finanzielle Nöte der Tierbesitzer nach Kurzarbeit oder wegen Arbeitslosigkeit sein. "Bislang hat es in dieser Hinsicht aber zum Glück noch nicht so viele Fälle gegeben."

Anfragen nach einem Hund gegen die Einsamkeit habe es bislang kaum gegeben. "Wer einsam ist, fragt eher nach einem Ehrenamt", so Fraaß. Von einer Entscheidung für einen Hund aus Gründen der Einsamkeit rate das Tierheim zudem stets ab. "Da fragen wir vorsichtig nach, ob das wirklich gut durchdacht ist."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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