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HSV-Vorstand: Auf ablösefreie Spieler und Leihen setzen

Von dpa
22.07.2020Lesedauer: 1 Min.
Jonas Boldt gibt ein Interview
Jonas Boldt, Sportvorstand des Hamburger SV, gibt ein Interview. (Quelle: Christian Charisius/dpa/dpa-bilder)
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Sportvorstand Jonas Boldt vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV gibt sich trotz des bislang zähen Transfermarkts gelassen. "Jedes Transferfenster hat jedes Jahr seine eigene Dynamik, 2020 sind halt das Zeitfenster und die Umstände nochmal ganz andere", sagte der 38-Jährige der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Pokerei und Ausreizen von Deadlines wird es auch diesmal geben, und sie gehören auch dazu. Das finde ich nicht schlimm."

Als eine Folge der Corona-Pandemie und des verspäteten Saisonbeginns Mitte September dauert die Transferperiode in diesem Sommer bis zum 5. Oktober. Insgesamt sei auch weniger Geld im Markt, sagte Boldt dem "Hamburger Abendblatt".

"Es wird in diesem Sommer eher auf ablösefreie Spieler und auf Leihprofis gesetzt", glaubt er. Auch seien Spieler und Berater in diesen Wochen bereit, "kleinere Brötchen zu backen", meinte er in der "Rheinischen Post".

Der HSV wird angesichts seines Sparkurses keine großen Transfers stemmen. Bislang stehen bei den Hamburgern das Talent Amadou Onana (18/TSG Hoffenheim) und der erfahrene Klaus Gjasula (30/SC Paderborn) auf der Zugangsliste. Beide Mittelfeldspieler sind ablösefrei. Dazu kommen die zurückgekehrten Leihspieler Manuel Wintzheimer (VfL Bochum) und Aaron Opoku (Hansa Rostock).

Ansonsten hat der Kader des neuen Trainers Daniel Thioune noch einige erhebliche Lücken. Vor allem in der Innenverteidigung und im Angriff. "Jeder Trainer hätte zwar am liebsten den kompletten Kader beim Trainingsstart zusammen, aber das gibt es in der Praxis ja schlichtweg nicht", sagte Boldt dem "Abendblatt". "Wobei wir unsere Kernthemen natürlich so früh wie möglich abzuarbeiten versuchen."

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